15.11.2012

Zur Volksinitiative „Hochschulen erhalten“

Michael Schierack: Lausitzer Hochschulen erhalten / Bürgerstimmen ernst nehmen

Die CDU-Fraktion hat sich heute als einzige der Fraktionen im Landtag ausdrücklich für das Begehren der Volksinitiative „Hochschulen erhalten“ und deren Erfolg eingesetzt. Mit der Mehrzahl der Stimmen von SPD und Linkspartei wurde die Initiative jedoch im Landtag zurückgewiesen.

Prof. Michael Schierack, wissenschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, sagt dazu: 
 
„Ich bin wütend und enttäuscht. Ohne Not will Rot-Rot die gewachsene Lausitzer Hochschullandschaft zerschlagen und ignoriert die erfolgreiche Volksinitiative und deren 42.000 Unterschriften für den Erhalt. Die Hochschulautonomie wird dabei von der Regierung komplett missachtet. In einer beispiellos schlecht geführten Kommunikation konnte Ministerin Kunst keine plausiblen Gründe für die Zwangsfusion nennen. Die Wissenschaftslandschaft Lausitz wird damit zum rot-roten Experimentierfeld mit ungewissem Ausgang zu Lasten der Region. 
 
Beispiele aus anderen Bundesländern, wie die Leuphana Universität in Lüneburg, zeigen, dass die Zusammenlegung von Universitäten und Fachhochschulen zu einem Rückgang der Studierendenzahlen an der fusionierten Hochschule führen und dass mehr Personal benötigt wird, um Profilbildung an der neuen Einrichtung zu ermöglichen. Die zusammengelegte Universität in der Lausitz wird jedoch nach den Plänen der Landesregierung miserabel finanziert sein. 
 
Was Brandenburg braucht, ist eine gut ausfinanzierte profilierte forschungsorientierte Technische Universität und eine aufgewertete Hochschule mit Praxisorientierung in der Lausitz, die enger als bisher miteinander kooperieren.“
 

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