06.12.2012

Äußerungen von Umweltministerin Anita Tack zeugen von grober Unkenntnis

Steeven Bretz: Umweltministerin ist eine Fehlbesetzung im Amt / Machtwort von Ministerpräsident Matthias Platzeck gefordert

Zu den Äußerungen von Umweltministerin Anita Tack, wonach sie besorgt über die Rekordverstromung von Braunkohle in Brandenburg sei, sagt der Sprecher für Energiepolitik der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg Steeven Bretz:

„Die jüngsten Äußerungen von Umweltministerin Anita Tack zeugen von der Realitätsferne in Teilen der Landesregierung."
 
"Mi­nis­ter­prä­si­dent Mat­thi­as Platz­eck ist auf­ge­for­dert, end­lich ein Macht­wort zu spre­chen und seine Um­welt­mi­nis­te­rin in die Schran­ken zu wei­sen.
 
Fakt ist:
 
1. Die Par­tei Die Linke hat sich vor der Land­tags­wahl 2009 ge­mein­sam mit Bü90/Grüne in einem Volks­be­geh­ren gegen die wei­te­re Nut­zung der Braun­koh­le aus­ge­spro­chen.
 
2. Die Par­tei Die Linke hat nach der Land­tags­wahl eine genau ge­gen­tei­li­ge Ver­ein­ba­rung im Ko­ali­ti­ons­ver­trag mit der SPD ge­trof­fen. Dort heißt es: ‚Die Ko­ali­ti­on hält an der Ver­stro­mung des wich­ti­gen ein­hei­mi­schen En­er­gie­trä­gers Braun­koh­le als Brü­cken­tech­no­lo­gie fest‘ (Seite 21, Zei­len 904 ff).  Dies war und ist Wäh­ler­be­trug.
 
3. Die Lan­des­re­gie­rung hat sich erst kürz­lich für die wei­te­re Ver­stro­mung der Braun­koh­le aus­ge­spro­chen und die Klar­stel­lung des Kon­zerns Vat­ten­fall be­grü­ßt.
 
4. Der Wirt­schafts­mi­nis­ter und die Um­welt­mi­nis­te­rin (beide Die Linke) ver­an­stal­ten re­gel­mä­ßig in Sa­chen En­er­gie­po­li­tik einen son­der­ba­ren Schlei­er- und Ei­er­tanz. Die Zer­strit­ten­heit der Lin­ken ist gegen die In­ter­es­sen des Lan­des Bran­den­burg ge­rich­tet.
 
Die Um­welt­mi­nis­te­rin Anita Tack ist eine klas­si­sche Fehl­be­set­zung im Amt. So wird daran er­in­nert, dass aus ihrem Mi­nis­te­ri­um keine sub­stan­ti­el­len Bei­trä­ge zur zu­künf­ti­gen En­er­gie­po­li­tik Bran­den­burgs kom­men. Zum Bei­spiel hat die so­ge­nann­te Bio­mass­estra­te­gie des Lan­des Bran­den­burg trotz ei­ge­ner Zu­sa­gen noch immer keine Über­ar­bei­tung er­fah­ren.
 
Fakt ist, dass die Braun­koh­le für die Ver­sor­gungs­si­cher­heit von Ber­lin und Bran­den­burg der­zeit nicht er­setz­bar ist. Vor allem auch die Lin­ken müs­sen be­grei­fen, dass sta­bi­le Strom­prei­se in un­se­rem Land nur mit der Braun­koh­le mög­lich sind. So­lan­ge die not­wen­di­ge In­fra­struk­tur der Netze und die er­for­der­li­chen Spei­cher­tech­no­lo­gi­en nicht dem Be­darf ent­spre­chen, ist der Aus­stieg aus der Braun­koh­le nur eine theo­re­ti­sche und keine ge­gen­wär­ti­ge Op­ti­on. Und Fakt ist zudem, dass ge­ra­de durch den un­ge­steu­er­ten und un­ko­or­di­nier­ten Aus­bau von Er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en in Bran­den­burg die Be­deu­tung der Braun­koh­le eher wächst als schwin­det. Auf die­sen Zu­sam­men­hang haben wir mehr­fach hin­ge­wie­sen.“
 

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