28.02.2013

Aktuelle Stunde

Michael Schierack: Landesregierung hat keine Strategie zum Demografischen Wandel in Brandenburg

Die Herausforderung des demografischen Wandels war heute Thema der Aktuellen Stunde im Landtag Brandenburg auf Antrag der CDU-Fraktion. Dazu sagt Prof. Michael Schierack, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg:

„Wir alle wissen es: Die Menschen werden älter, die Anzahl der jungen Menschen verringert sich deutlich."
 
"Dabei ist die Kern­fra­ge des de­mo­gra­fi­schen Wan­dels für unser künf­ti­ges Bran­den­burg: Wie wol­len wir in Bran­den­burg im Jahr 2030 Pots­dam-nah und Pots­dam-fern leben? Und ist es wegen der de­mo­gra­fi­schen Ent­wick­lung wirk­lich nötig, Po­li­zei­stel­len ab­zu­bau­en, Schu­len zu schlie­ßen und Schul­äm­ter zu­sam­men zu legen, Hoch­schu­len zu fu­sio­nie­ren, Bahn­ver­bin­dun­gen ab­zu­be­stel­len und Stra­ßen in schlech­tem Zu­stand zu be­las­sen?
 
 
 
Aus der Be­ant­wor­tung die­ser Fra­gen er­wächst uns ein gro­ßer Ge­stal­tungs­auf­trag für Bran­den­burg. Es geht um die So­li­da­ri­tät von Jung und Alt, von Kran­ken und Ge­sun­den, Wohl­ha­ben­den und Är­me­ren, es geht auch um die kon­kre­te Un­ter­stüt­zung von Fa­mi­li­en, die für­ein­an­der Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Das alles wird der Staat nie­mals leis­ten kön­nen – der Staat muss Rah­men­be­din­gun­gen schaf­fen, un­ter­stüt­zen, ak­ti­vie­ren und mo­ti­vie­ren – aber nicht di­ri­gie­ren. Der De­mo­gra­fi­sche Wan­del ver­langt von uns ein Vor­aus­den­ken, zu über­den­ken, was uns Bran­den­bur­gern wirk­lich wich­tig ist. Dabei müs­sen wir zu­erst dar­über dis­ku­tie­ren, wel­che Auf­ga­ben die Kom­mu­nen lösen kön­nen, bevor wir über Struk­tur­re­for­men reden.
 
 
 
Aus Sicht der CDU muss der Fokus dabei auf Maß­nah­men für die Mo­bi­li­tät und Breit­band­ver­sor­gung, für Rück­keh­rer­pro­gram­me, für die ge­sund­heit­li­che Ver­sor­gung und Bil­dung, eine in­te­grier­te länd­li­che Ent­wick­lung, die Ent­wick­lung von kom­mu­na­len Ver­wal­tungs­struk­tu­ren, die Stär­kung orts­an­säs­si­ger Land­wir­te und die Un­ter­stüt­zung re­gio­na­ler Pro­duk­te lie­gen. Wir for­dern, dass sich ein Mi­nis­te­ri­um mit den Her­aus­for­de­run­gen der De­mo­gra­fie in Bran­den­burg in­ten­siv be­schäf­tigt.
 
 
 
Ziel muss es sein, gute Le­bens­be­din­gun­gen in den Pots­dam-na­hen und Pots­dam-fer­nen Re­gio­nen des Lan­des zu schaf­fen. Wir wol­len kein aus­schlie­ß­lich auf Pots­dam aus­ge­rich­te­tes Land Bran­den­burg! Wir wen­den uns ent­schie­den gegen die Zen­tra­li­sie­rung- und Fu­si­ons­wut der rot-ro­ten Lan­des­re­gie­rung.
 
 
 
Bran­den­burg braucht – und dazu for­de­re ich die Lan­des­re­gie­rung auf – die Er­ar­bei­tung eines schlüs­si­gen Ge­samt­kon­zep­tes.“
 

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