15.05.2013

Vertrauliche Geburt

Monika Schulz-Höpfner: Experten bestätigen, Möglichkeit der vertraulichen Geburt verbessert die Situation für Mütter und Kinder

Zur Anhörung von Sachverständigen im Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt (DS 17/13062) vom Montag sagt Monika Schulz-Höpfner, frauen- und familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg: 

 „Das Ergebnis der Anhörung zeigt, dass der Gesetzentwurf mit der Möglichkeit der vertraulichen Geburt von vielen Sachverständigen als gangbarer Weg für Schwangere in einer realen oder vermeintlichen Notsituation angesehen wird."
 
"Po­li­tisch ist es ein Kom­pro­miss, der brei­te Un­ter­stüt­zung fin­det.
 
Eine Schwan­ge­re hat nach die­sem Ge­setz­ent­wurf die Mög­lich­keit, ein Kind im Kran­ken­haus oder mit­hil­fe einer Heb­am­me zur Welt zu brin­gen und in Obhut zu­ge­ben, ohne dass ihre Iden­ti­tät un­mit­tel­bar be­kannt wird. Die An­ga­ben zu ihrer Per­son wer­den in einem ver­schlos­se­nen Um­schlag ver­wahrt, bis das Kind 16 Jahre alt ist. Auch nach ak­tu­ell gel­ten­dem Ad­op­ti­ons­recht hat ein Kind erst in die­sem Alter den An­spruch zu er­fah­ren, wer seine leib­li­chen El­tern sind. Die ver­trau­li­che Ge­burt kann die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on für Schwan­ge­re und Kin­der wei­ter ver­bes­sern. Stu­di­en haben be­legt, wie wich­tig es vor allem für ad­op­tier­te Kin­der ist, un­ab­hän­gig von ihren ei­ge­nen Le­bens­um­stän­den, spä­ter etwas über ihre leib­li­chen El­tern zu er­fah­ren.
 
Die Mei­nung ei­ni­ger Ex­per­ten, dass es neben der ver­trau­li­chen Ge­burt auch wei­ter­hin Ba­by­klap­pen und die Mög­lich­keit der völ­lig an­ony­men Ge­burt geben soll, teile ich. Diese An­ge­bo­te für Schwan­ge­re in Not soll­ten min­des­tens bis zur oh­ne­hin im Ge­setz vor­ge­se­he­nen Eva­lua­ti­on nach drei Jah­ren bei­be­hal­ten wer­den. An­schlie­ßend soll­ten alle An­ge­bo­te für Schwan­ge­re in Not in einer ge­mein­sa­men Be­trach­tung auf ihre Wirk­sam­keit hin be­wer­tet und be­ur­teilt wer­den.“
 

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