01.07.2013

Neue Bedarfszahlen für Ärzte in Brandenburg

Michael Schierack: Neue Kennzahlen sind noch kein Garant für die bessere ambulante Versorgung

Ab 1. Juli 2013 gelten die neuen Bedarfskennzahlen für die ambulante gesundheitliche Versorgung. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KV) hat sie auf Grund von Rahmenvorgaben entwickelt und gemeinsam mit den Krankenkassen beschlossen. 

Dazu sagt Prof. Michael Schierack, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg:
 
„Allein die moderierende Rolle der Landesregierung in diesem Prozess reicht nicht aus mehr Ärzte für unsere Heimat zu gewinnen. Gefordert ist an dieser Stelle ein größeres Engagement von Ministerin Tack, um die Ansiedlung von jungen Ärzten zu unterstützen. Wir schlagen dafür ein landesweites Stipendiensystem für Medizinstudenten vor, mit dem beispielsweise bereits im Landkreis Elbe-Elster gute Erfahrungen gemacht wurde. Bei Ingenieuren gibt es schon Stipendien des Landes, warum also nicht bei Medizinern? Darüber hinaus brauchen wir insbesondere für weibliche Mediziner spezielle Arbeitsplatzmodelle, die auch ein Familienleben erleichtern.
 
Wenn die Rahmenbedingungen vor Ort den Bedürfnissen der jungen Ärzte besser entsprechen, ist auch die Chance größer, dass Sie sich für berlinferne Regionen entscheiden.
 
Die neuen Kennzahlen sind der erste Schritt hin zu einer besseren ambulanten Betreuung vor Ort. Es muss aber mehr passieren. An ihrem Engagement, mehr Ärztenachwuchs zu gewinnen, wird sich die Landesregierung daher messen lassen müssen.“
 

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