29.08.2013

Pflegerische Versorgung im Land Brandenburg

Roswitha Schier: Verschiedene Ansätze zur Pflege in Brandenburg diskutieren

Zur heutigen Debatte im Landtag zur pflegerischen Versorgung in Brandenburg sagt Roswitha Schier, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion:

„Die mittel- und langfristige Sicherung der pflegerischen Versorgung gehört zu den größten Herausforderungen der nächsten Jahre – und das nicht nur, weil Brandenburg bereits jetzt zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an Pflegebedürftigen zählt."
 
"Ein be­son­ders star­ker An­stieg wird in den nächs­ten Jah­ren bei Men­schen mit De­menz er­war­tet.
 
Na­tür­lich be­steht das vor­der­grün­di­ge Ziel darin, Pfle­ge­be­dürf­tig­keit so lange wie mög­lich zu ver­mei­den. In die­sem Zu­sam­men­hang sind Prä­ven­ti­on und Re­ha­bi­li­ta­ti­on von zu­neh­men­der Be­deu­tung. Der Aus­bau neuer Wohn­for­men und am­bu­lan­ter Pfle­ge­diens­te spie­len eine eben­so wich­ti­ge Rolle wie die Be­fä­hi­gung und Un­ter­stüt­zung pfle­gen­der An­ge­hö­ri­ger.
 
Vor dem Hin­ter­grund der kür­ze­ren Ver­weil­dau­er in Kran­ken­häu­sern wird die Pfle­ge im häus­li­chen Be­reich zu einer immer grö­ße­ren Her­aus­for­de­rung. Es ist po­si­tiv, dass die AOK des­halb ein Mo­dell­pro­jekt zur Un­ter­stüt­zung pfle­gen­der An­ge­hö­ri­ger ent­wi­ckelt hat.
 
Selbst bei dem grö­ß­ten En­ga­ge­ment pfle­gen­der An­ge­hö­ri­ger be­nö­ti­gen wir zu­sätz­li­ches Pfle­ge­per­so­nal, denn in die­sem Be­reich be­steht be­reits aku­ter Fach­kräf­te­man­gel. Die Pfle­ge ist kör­per­lich und oft auch see­lisch be­las­tend. Wir alle sind ge­for­dert, nach Lö­sun­gen zu su­chen, wie wir die­sen wich­ti­gen Dienst am Men­schen auf­wer­ten kön­nen.
 
Eine an­stän­di­ge Be­zah­lung, zu­sätz­li­cher Er­ho­lungs­ur­laub und ge­ge­be­nen­falls eine Aus­bil­dungs­um­la­ge – wir müs­sen die ver­schie­de­nen An­sät­ze dis­ku­tie­ren. Denk­ver­bo­te darf es nicht geben.“
 

Nach oben