17.12.2013

Kleine Anfrage zum Unfallgeschehen mit Beteiligung von Radfahrern in Potsdam und Potsdam-Mittelmark

Saskia Ludwig/ Sven Petke: Überarbeitetes Verkehrssicherheitskonzept für Radfahrer dringend notwendig

Die Antwort auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Saskia Ludwig zum Unfallgeschehen mit Beteiligung von Radfahrern in Potsdam und Potsdam-Mittelmark zeigt, dass seit dem Jahr 2009 allein 16 tote und 252 schwerverletzte Radfahrer zu beklagen waren. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern ist von 487 im Jahr 2009 auf 650 im Jahr 2012 gestiegen.

Dr. Saskia Ludwig MdL sagt dazu:
 
„Die erschreckenden Zahlen für Potsdam und Potsdam-Mittelmark machen deutlich, dass das Land Brandenburg zu wenig für die Verkehrssicherheitsarbeit, insbesondere der Fahrradfahrer unternimmt. Es ist unverantwortlich, wenn die Stadt Potsdam die Pendler der Region mit einer explizit autofahrerfeindlichen Verkehrspolitik zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen will und dann gleichzeitig nicht genügend Vorkehrungen und Maßnahmen für deren Sicherheit unternommen werden. Aussagen zu innovativen Schutzmaßnahmen, wie der Einsatz von Weitwinkelspiegeln an Ampeln oder LED-Lämpchen im Boden bleibt die Landesregierung leider auch vollkommen schuldig."
 
Sven Petke MdL sagt zu der Antwort:
 
„Während der Radverkehr in ganz Brandenburg und Deutschland boomt, zieht sich die Landesregierung aus ihrer Verantwortung zurück. Investitionen in die Radwege werden im Zuge der generellen Unterfinanzierung des Straßenbaus drastisch zu zurückgefahren. Allein die veraltete oder nicht vorhandene Infrastruktur stellt oftmals ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Radfahrer dar. Wir fordern die Überarbeitung des veralteten Verkehrssicherheitskonzeptes und eine bessere Infrastruktur. Dazu haben wir vorgeschlagen, die Mittel für den Straßen- und Radwegebau im Jahr 2014 um 50 Mio. Euro aufzustocken."
 
Zum Hintergrund
 
Ein von der CDU-Fraktion gestellter Antrag zur Verkehrssicherheitsarbeit, der insbesondere die Fragen der Verkehrssicherheit von Radfahrern beinhaltet, wurde im November an den Verkehrsausschuss des Landtages überwiesen. Dort wird er voraussichtlich im Februar 2014 beraten.
 
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