03.04.2014

Kulturelles Erbe Brandenburgs besser schützen

Anja Heinrich: Denkmäler als wichtige Erinnerungsorte mit Hilfe einer Denkmalstiftung erhalten

Der Antrag „Kulturelles Erbe Brandenburgs schützen“ von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Brandenburg wurde gestern Abend im Parlament diskutiert. Dazu sagt Anja Heinrich, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg: 

 „Wir möchten unsere Denkmäler als wichtige Erinnerungsorte mit Hilfe einer Denkmalstiftung erhalten. Leider geht es unter Rot-Rot schon gar nicht mehr um den Erhalt für eine spätere Sanierung, sondern um den Abriss.
 
In Els­ter­wer­da wurde zum Bei­spiel das äl­tes­te Haus am Platz mit sei­ner über 300 Jahre wäh­ren­den Ge­schich­te nie­der­ge­ris­sen – mit Zu­stim­mung des Mi­nis­te­ri­ums.
 
All dies kommt einem Ver­scher­beln un­se­res kul­tu­rel­len Erbes gleich und kann nicht wi­der­spruchs­los hin­ge­nom­men wer­den.
 
Dabei ist die Denk­mal­pfle­ge auch als Wirt­schafts­för­de­rung zu ver­ste­hen, sie ist eine In­ves­ti­ti­on in die re­gio­na­le Ent­wick­lung in un­se­rem Land und von hoher Be­deu­tung für das prä­gen­de Ge­sicht un­se­rer Städ­te und Dör­fer, den Tou­ris­mus und die Le­bens­qua­li­tät vor Ort.“ 
 
Zum Hin­ter­grund
 
Die Fi­nanz­mit­tel, die zur Si­che­rung be­stands­ge­fähr­de­ter Denk­mä­ler und Kul­tur­gü­ter im Land ein­ge­setzt wur­den, sind unter Rot-Rot um 90 Pro­zent zu­rück­ge­gan­gen. Wur­den in 2009 noch 871.000 Euro für die „kon­zer­tier­te Denk­mal­pfle­ge“ ein­ge­setzt, waren es 2013 nur noch 88.000 Euro. Mit dem An­trag for­dern beide Frak­tio­nen die Lan­des­re­gie­rung auf, eine Denk­mal­stif­tung zu grün­den, um das ge­fähr­de­te Erbe im Land zu si­chern.
 

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