03.04.2014

Einsatz von Familienhebammen

Roswitha Schier: Landesregierung muss Einsatz und die Finanzierung der Familienhebammen koordinieren

Die CDU-Fraktion hat heute über ihren Antrag im Landtag Brandenburg diskutieren lassen, mit dem der Einsatz von Familienhebammen im Land verbessert werden soll. 

Dazu sagt Roswitha Schier, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg: 
 
„Wir möchten die Situation von Hebammen verbessern. Dazu haben wir uns frühzeitig in die Diskussion eingebracht. Neben der Debatte auf Bundesebene um die Versicherung blendet Rot-Rot einen Aspekt komplett aus, das sind die Familienhebammen im Land.
 
Wir wol­len er­rei­chen, dass die be­reits aus­ge­bil­de­ten und die sich noch in Aus­bil­dung be­fin­den­den Fa­mi­li­en­heb­am­men ent­spre­chend ihrer Aus­bil­dung ein­ge­setzt wer­den. Die Tä­tig­keit ist ein zwei­tes Stand­bein und hilft, dass der Be­rufstand der Heb­am­men er­hal­ten bleibt und be­rei­chert wird.
 
In die­sem Zu­sam­men­hang for­dern wir die Lan­des­re­gie­rung auf, end­lich zu han­deln und sich mit den Krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten über den Ein­satz und die Fi­nan­zie­rung der Fa­mi­li­en­heb­am­men zu ver­stän­di­gen und ent­spre­chen­de Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zu er­ar­bei­ten. 
 
Da es keine Hand­lungs­stan­dards für den Ein­satz der 27 be­reits aus­ge­bil­de­ten Fa­mi­li­en­heb­am­men gibt, kommt das we­nigs­te Geld tat­säch­lich bei den Heb­am­men an. Es fehlt schlicht­weg den Krei­sen an Rechts­si­cher­heit, Fa­mi­li­en­heb­am­men lang­fris­tig ein­zu­be­zie­hen. Hier haben wir Res­sour­cen, die wir bes­ser nut­zen soll­ten.  Die jun­gen Fa­mi­li­en, die sich ent­schlie­ßen, in der Pri­gnitz oder Ucker­mark zu blei­ben oder dort­hin zu zie­hen, schät­zen die Un­ter­stüt­zung durch die Heb­am­me vor Ort.“
 
Zum Hin­ter­grund 
 
Bran­den­burg ver­fügt der­zeit über 27 aus­ge­bil­de­te Fa­mi­li­en­heb­am­men, von denen al­ler­dings nur zehn aktiv sind; 15 wei­te­re be­fin­den sich in der Aus­bil­dung zur Fa­mi­li­en­heb­am­me.
 
Fa­mi­li­en­heb­am­men sind aus­ge­bil­de­te Ge­burts­hel­fe­rin­nen, die eine Zu­satz­aus­bil­dung ab­sol­viert haben. Ge­ra­de auf dem Land darf man den engen Kon­takt wer­den­der El­tern zur Heb­am­me nicht un­ter­schät­zen. Fa­mi­li­en­heb­am­men ste­hen den El­tern nicht nur be­ra­tend zur Seite, sie sind auch in der Lage Fehl­ent­wick­lun­gen bei Kin­dern früh­zei­tig zu er­ken­nen und Hilfs­an­ge­bo­te zu or­ga­ni­sie­ren. Kurz, sie hel­fen, dass El­tern zur Ex­per­ten wer­den.
 

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