11.05.2014

Wirtschaftliche Schäden durch geschützte Tierarten

Dieter Dombrowski: Wir brauchen einen allgemeinen Ausgleichsfonds für wirtschaftliche Schäden durch geschützte Tierarten

Dieter Dombrowski, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, sagt:  

„Wir brauchen in Brandenburg einen allgemeinen Ausgleichsfonds für wirtschaftliche Schäden, die durch geschützte Tierarten in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft hervorgerufen werden. Dafür müssen jetzt die Voraussetzungen geprüft werden.
 
Der Schutz bedrohter und gefährdeter Arten ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Ziel. Die Erfolge des Natur- und Artenschutzes dürfen jedoch nicht zulasten derjenigen gehen, die in der freien Natur wirtschaften und von ihr leben. Beispielsweise im Havelland verursachen Kraniche und Wildgänse mittlerweile Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen in sechsstelliger Höhe. Biber, Fischotter und Kormorane führen bei Fischern und Teichwirten zu Einbußen.
 
Die Ak­zep­tanz für Biber, Fisch­ot­ter, Kra­ni­che, Kor­mo­ra­ne, Wild­gän­se und Wolf wird sich nur dann ver­bes­sern, wenn neben ver­läss­li­chen Pro­gram­men zur För­de­rung von Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men, der wirt­schaft­li­che Scha­den von Land-, Forst- und Fi­sche­rei­wir­ten aus­ge­gli­chen wird.“ 
 
Die CDU-Frak­ti­on bringt am Mitt­woch einen ent­spre­chen­den An­trag in das Par­la­ment ein.
 
Zum Hin­ter­grund
 
Bran­den­burg ist mit sei­nen 15 Groß­schutz­ge­bie­ten, 620 FFH-Ge­bie­ten und 27 Vo­gel­schutz­ge­bie­ten gut auf­ge­stellt. Ein Drit­tel des Lan­des ge­hört mitt­ler­wei­le zur eu­ro­päi­schen Schutz­ge­biets­ku­lis­se NA­TU­RA 2000. Er­fol­ge im Ar­ten­schutz und Po­pu­la­tio­nen im güns­ti­gen Er­hal­tungs­zu­stand füh­ren aber auch zu Pro­ble­men in der Land-, Forst- und Fi­sche­rei­wirt­schaft.
 
 
 
Bis­lang wer­den in Bran­den­burg nur wirt­schaft­li­che Schä­den durch den Wolf aus­ge­gli­chen.
 
 
Da­tei­an­hän­ge
 

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