26.06.2014

Ambrosia-Bekämpfungskonzept

Dieter Dombrowski: Aktionsprogramm gegen die Ausbreitung der Ambrosia erarbeiten

Die CDU-Fraktion hat heute im Landtag Brandenburg den Antrag „Wirksames Ambrosia-Bekämpfungskonzept jetzt erarbeiten und Ausbreitung nachhaltig eindämmen“ zur Abstimmung gestellt.

 Dazu sagt der agrar- und umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, Dieter Dombrowski:
 
 „Mit unserem Antrag fordern wir die Landesregierung auf, endlich ein verbindliches Aktionsprogramm gegen die weitere Ausbreitung der stark allergen wirkenden Ambrosia zu erarbeiten. Selbstverständlich müssen auch die betroffenen Kommunen und Landkreise hier einbezogen werden.
 
Darüber hinaus ist es notwendig, eine entsprechende Verordnung zur Gefahrenabwehr zu erarbeiten, um landesweit einheitliche, vor allem aber verbindliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Ambrosia festzulegen. Ambrosia ist längst kein lokales, sondern mittlerweile ein landkreisübergreifendes Problem geworden. Und nur mit solch einer Verordnung ist es möglich, der Ambrosia-Bekämpfung auch auf privaten Flächen Herr zu werden.
 
 In Brandenburg wird das Problem teilweise aber heruntergespielt. So verharmloste der Leiter des Arbeitskreises Ambrosia das allergene Potenzial mit einem Vergleich von Ambrosia mit Roggen in der Debatte im Fachausschuss. Zudem werde eine gesundheitliche Gefährdung durch Ambrosia ausgeschlossen.
 
 Die invasive Ambrosia ist jedoch aufgrund ihrer Pollen hochgradig allergieauslösend und die weitere Ausbreitung stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar. Deshalb muss die Gesundheitsministerin Anita Tack endlich handeln.“
 
 Zum Hintergrund
 
Das Ackerunkraut Ambrosia artemisiifolia besiedelt insbesondere gestörte Flächen wie Baustellen, Ackerränder, Brachen, offene Böden, Weg- und Straßenränder. Es vermehrt sich ausschließlich über Samen.
 
 Eine vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig und vom Allergie-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München 2012 abgeschlossene Studie schätzt die Gesundheitskosten, die von Ambrosia ausgehen, deutschlandweit auf ca. 200 Millionen bis über 1 Milliarde Euro pro Jahr.
 
 Zum Antrag: http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab_8100/8131.pdf
 

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