09.08.2014

Energieforschung in Brandenburg

Michael Schierack: Landesregierung setzt auf quantitativen Ausbau der Energieerzeugung anstatt mehr für die Energieforschung zu tun

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bescheinigt Brandenburg in einem aktuellen Bericht nur Mittelmäßigkeit bei den Aufwendungen für die Energieforschung. 

CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Schierack sagt dazu:
 
„Die Landesregierung setzt fast ausschließlich auf einen quantitativen Ausbau der Energieerzeugung, anstatt mehr für die Energieforschung zu tun. Die Forschung muss in den Bereichen Speicher- und Wasserstofftechnologie sowie bei der Steuerungs- und Regelungstechnik dringend ausgebaut werden.
 
Ministerpräsident Woidke handelt fahrlässig, wenn er Brandenburg in Zukunft führend in der Speichertechnologie sieht aber nichts dafür tut. Es reicht einfach nicht aus, vom Bund bezahlte Pilotprojekte einzuweihen. Nur wenn wir als Brandenburger nicht mehr die höchsten Strompreise in ganz Deutschland bezahlen müssen und über ausreichend Speicher, kluge Netze und eine Systemintegration verfügen, wird hier die Energiewende gelingen.“ 
 
Zum Hintergrund
 
Der kürzlich veröffentlichte Bundesbericht zur Energieforschung 2014 stellt dar, dass die Aufwendungen Brandenburgs für die nichtnukleare Energieforschung im Bundesvergleich eher mittelmäßig ausfallen. Während in fast allen Bundesländern mehr Mittel für die Energieforschung ausgegeben wurden, sind in Brandenburg im Jahr 2012 die Mittel um 1,8 Millionen Euro gesunken. Dies steht im Gegensatz zu den Ankündigungen des Ministerpräsidenten, dass Brandenburg zum Beispiel im Bereich der Speichertechnologien führend werden soll.
 
Der Bericht zur Energieforschung ist hier abrufbar:
 
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/W/bundesbericht-energieforschung-2014,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf
 
Auf S. 39 befindet sich der Ländervergleich.
 

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