23.10.2014

Nirgendwo mehr Autodiebstähle als in Frankfurt (Oder)

Björn Lakenmacher: Landesregierung muss sich stärker gegen Grenzkriminalität engagieren

Das Risiko in Frankfurt (Oder) Opfer eines Autodiebstahls zu werden, ist deutschlandweit am höchsten. Laut einer Studie des Internetportals preisvergleich.de wurden dort statistisch gesehen 907 Fahrzeuge je 100.000 zugelassener Autos im vergangenen Jahr gestohlen. Damit liegt die Stadt 750 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Potsdam und Cottbus sind ebenfalls überdurchschnittlich vom Autodiebstahl betroffen.

Björn Lakenmacher, innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sagt dazu:
 
„Seit 2011 steht Frankfurt (Oder) deutschlandweit an der Spitze der Autodiebstähle und trägt den traurigen Namen einer ,Hauptstadt des Kfz-Diebstahls‘. Anstatt in langen innenpolitischen Linien zu denken und mit einem klaren Konzept gegen die ausufernde Grenzkriminalität vorzugehen, hat sich die Landesregierung bisher allein dem Aktionismus hingegeben. So wurde die Anzahl der Streifenwagen in der Oderstadt pünktlich zum Wahlkampf und nur zeitlich begrenzt von zwei auf vier erhöht. Es ist erschreckend, wie kraft- und ideenlos SPD und Linke das Thema Grenzkriminalität im Koalitionsvertrag in nur zwei mageren Absätzen behandeln.
 
Anstatt ständig die Verantwortung für die Sicherheit an Oder und Neiße an den Bund zu schieben, muss sich die kommende Landesregierung stärker gegen Grenzkriminalität engagieren. Nach den Plänen von SPD und Linke soll es aber zukünftig weniger Polizisten im Land geben – trotz steigender Kriminalität und mehr Unsicherheit bei den Brandenburgern.
 
Wir verlangen endlich Wahrheit und Klarheit. Dazu gehört in erster Linie die sofortige Veröffentlichung der angekündigten Evaluierung der Polizeireform – darauf aufbauend muss ehrlich ent-schieden werden, wie viele Polizisten in Brandenburg an welchen Stellen gebraucht werden.“
 

Nach oben