13.02.2015

Hauptversammlung des Brandenburger Bauernbundes

Ingo Senftleben: Es sind zuallererst die ortsansässigen Landwirte, die regionale Strukturen stärken

 Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Ingo Senftleben, folgte am Freitag der Einladung des Brandenburger Bauernbundes zu dessen Hauptversammlung. In einem Grußwort wand sich Senftleben an die Anwesenden und hob dabei die Bedeutung regional verwurzelter Landwirte für das Agrarland Brandenburg hervor: „Familiäre und in Brandenburg beheimatete Landwirtschaftsbetriebe stehen gleichermaßen für eine nachhaltige und ertragsreiche Bewirtschaftung der heimischen Böden. Sie prägen und stärken unser Land über Generationen“. 

In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Senftleben die seit Jahren andauernde Diskussion um den Ausverkauf der Böden in Brandenburg. Mittlerweile seien über 100.000 Hektar Nutzfläche im Besitz auswärtiger Betriebe, so Senftleben. Das bedeute nicht automatisch, dass dort schlechte Landwirtschaft betrieben würde, führe aber in der Regel dazu, dass Gewinne die auf Brandenburger Böden erwirtschaftet würden nicht im Land verblieben. „Es sind zuallererst die ortsansässigen Landwirte, die regionale Strukturen stärken. Wer die ländlichen Gebiete nicht abhängen will, muss daher vor allem denen den Rücken stärken, die durch ihre regionale Verankerung ein vitales Interesse am Wohlergehen ihrer Heimat haben.“
 
 Senftleben, dessen Fraktion beim Landverkauf seit Jahren auf eine Vorzugsregelung für ortsansässige Landwirte drängt, kritisierte die Untätigkeit der Landesregierung. Während in Potsdam immer wieder neue Ausflüchte gefunden würden, ginge der Ausverkauf der Brandenburger Böden ungebremst weiter, so der CDU-Politiker. „Seit 2006 könnte das Land per Gesetz die heimische Landwirtschaft stärken, das weiß man in Potsdam. SPD und Linke bleiben aber untätig. Auch unseren jüngsten Vorstoß, endlich ein Vorkaufsrecht für ortsansässige Landwirte zu schaffen, hat die rote Koalition mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt.“ Senftleben forderte daher den anwesenden Ministerpräsidenten auf, den heimischen Landwirten nicht nur gut zuzureden, sondern Ihnen endlich tatkräftige Unterstützung zukommen zu lassen. „Herr Woidke, werden Sie Ihrer Verantwortung als Landesvater gerecht und helfen Sie die Zukunft der heimischen Landwirtschaft zu sichern, in dem sie endlich ein Vorkaufsrecht gesetzlich regeln.“
 

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