24.06.2016

CDU-Fraktion legt Konzept zur Bekämpfung von Crystal Meth vor

Raik Nowka: Crystal Meth - Gefahren erkennen und vermeiden

Crystal Meth ist eine der gefährlichsten Drogen unserer Zeit. Es macht besonders schnell süchtig und hat einen enormen psychischen und physischen Verfall zur Folge. In Brandenburg hat sich die Zahl der bekannten Meth-Konsumenten seit 2010 vervierfacht, doch die Landesregierung bleibt untätig. Über das Nichtinteresse des Gesundheitsministeriums entsetzt, legt nun die CDU-Fraktion anlässlich des Welt-Anti-Drogentages ein eigenes Konzeptpapier zur Bekämpfung und Prävention dieser gefährlichen Droge vor. 

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, Raik Nowka, betonte die dringende Notwendigkeit einer konsequenten und nachhaltigen Strategie zur Vermeidung des Drogenkonsums. „Uns sind vor allem die Ausweitung der gesundheitlichen Aufklärung und eine patientenorientierte Entwöhnung und Rehabilitation wichtig“, sagte Nowka. 
 
Der Konsum von Crystal könne vor allem aber durch polizeiliche Kontroll- und Verfolgungsarbeit eingeschränkt werden. „Die Kriminalprävention ist Aufgabe der Länder, insbesondere ist hierbei ein Hauptaugenmerk auf die Unterbindung von Herstellung, Handel und Schmuggel von Drogen zu legen“, so Nowka. Rauschgift- und Beschaffungskriminalität endeten nicht an Landesgrenzen. Die CDU-Fraktion wolle  zur Bekämpfung dieser Straftaten die bereits bestehende Zusammenarbeit mit anderen Ländern ausbauen und strebt insbesondere mit den Partnern aus Berlin, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, dem Bund, der Republik Polen und der Tschechischen Republik den Aufbau eines gemeinsamen Kompetenzzentrums zur grenzüberschreitenden Sicherheit an.
 
„Bisher lässt die Landesregierung die Menschen, die von Crystal Meth abhängig sind, allein. Der Konsum von Crystal Meth wird als regionales Problem abgetan, für dessen Lösung die Kommunen im Süden allein zuständig seien. Mit dem von uns vorgelegten Konzept ist es möglich, ganzheitlich gegen eine Droge vorzugehen, die unserer Jugend schwerwiegende und irreparable Schäden zuzufügen kann“, so Nowka abschließend.
 

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