15.07.2015

Da, wo Brandenburg wächst

Veranstaltungsrückblick

Zur Veranstaltung „Da, wo Brandenburg wächst“ hatte die CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg im Rahmen ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Denkwerkstatt Brandenburg“ in das Lebenshilfe-Center in Falkensee eingeladen.

„Das Bevölkerungswachstum im Speckgürtel stellt hauptstadtnahe Gemeinden in allen Bereichen vor große Herausforderungen. Um diese wachsenden Städte und Gemeinden langfristig attraktiv zu gestalten, bedarf es kreativer Ideen“, betonte Barbara Richstein, kommunalpolitische Sprecherin der Fraktion, zur Eröffnung. Der Sozialgeograph Prof. Dr. Klaus Friedrich gab anschließend einen Überblick über die Bevölkerungsentwicklung im Speckgürtel. Dabei wurde deutlich, dass diese Städte und Gemeinden auch in Zukunft weiter wachsen werden, wobei der Anteil der Seniorinnen und Senioren in den kommenden Jahren enorm steigen wird.
 
Im Anschluss diskutierten die Vorsitzende des Seniorenbeirats Dr. Margot Kleinert, der Senior Manager im Verband der Automobilindustrie Henry Kuhle, Marcus Brandt, Vertreter der Interessensgemeinschaft Falkensee und Prof. Dr. Klaus Friedrich Herausforderungen und Chancen, die sich aus dem Bevölkerungszuwachs für die lokale Wirtschaft, für das Verkehrs- und Sozialwesen und die Infrastruktur ergeben. Die Diskussion verdeutlichte, dass die Verkehrsinfrastruktur in den hauptstadtnahen Gemeinden stärker an die wachsende Einwohnerzahl angepasst werden muss: „Es fehlt derzeit noch ein gut angepasster ÖPNV, Pendlerparkplätze am Bahnhof, Carsharing-Möglichkeiten sowie familien- und seniorengerechte Rad- und Gehwege“, sagte der Verkehrsexperte Henry Kuhle und erntete dafür breite Zustimmung aus dem Publikum.
 
„Es ist wichtig, sowohl die Bedürfnisse der Zuzügler als auch die Wünsche der bereits seit Jahren ansässigen Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung der wachsenden Gemeinden und Städte zu berücksichtigen“, betonte auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Ingo Senftleben. Vor allem die Attraktivität der Stadtzentren müsse gesteigert werden. „Geschäfte und Freizeitangebote im Stadtkern wären eine Bereicherung für Jung und Alt, locken Gastronomen und Unternehmer an und schaffen neue Arbeitsplätze“, erläuterte der Unternehmer Marcus Brandt. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dr. Margot Kleinert, betonte, dass es häufig in den wachsenden Städten an kleinen Mietwohnungen mangele. Diese müssten dringend in ausreichender Anzahl geschaffen werden, um auch den Bedürfnissen von Studenten und Auszubildenden, Alleinstehende und Senioren gerecht zu werden.
 
Barbara Richstein freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung: „Die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Diskussion hat gezeigt, wie sehr diese Themen die Menschen beschäftigen. Wir als CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg haben heute viele gute Anregungen für die Gestaltung der wachsenden Städte und Gemeinden mit auf den Weg bekommen. Diese werden in unsere politische Arbeit im Landtag und vor Ort einfließen und sicherstellen, dass wir auch weiterhin bürgernah Politik machen“.  

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