21.08.2015

Ingo Senftleben: Wir wenden uns gegen die zwangsweise Schaffung von Großkreisen

Auf ihrer mehrtägigen Grenzgängertour durch Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen haben sich Mitglieder der CDU-Fraktion vor Ort über die unterschiedlichen regionalen Erfahrungen mit Kreisgebietsreformen informiert.

Die Erkenntnisse aus unseren Nachbarländern wird die CDU-Fraktion aufnehmen und in die Diskussion um die geplante Umgestaltung Brandenburgs einbringen. Dazu sagte der Fraktionsvorsitzende, Ingo Senftleben: 

„Wir haben in den vergangenen Tagen viele interessante und aufschlussreiche Gespräche mit Bürgern unserer Nachbarländer führen können. Brandenburg kann von den Erfahrungen, die anderswo gemacht wurden bei der Entscheidung über die Zukunft des eigenen Landes profitieren. Unsere gewonnenen Erkenntnisse werden wir in unsere Arbeit einfließen lassen und in eigenen Konzepten und Vorschlägen zur Entwicklung unseres Heimatlandes berücksichtigen.
 
Schon jetzt sehen wir uns in unserer Ablehnung der geplanten Zerschlagung ganzer Landkreise bestätigt. In unseren Augen werden die versprochenen personellen und finanziellen Einsparungen auf diesem Wege nur schwerlich zu erreichen sein. Wir wenden uns daher auch weiterhin gegen die zwangsweise Schaffung von Großkreisen, in denen die Regionalitäten verloren gehen.
 
Gerade die regionalen Identifikationen der Brandenburger, die seit Gründung des Landes stark gewachsen sind, finden in den aktuellen Planungen von SPD und Linke kaum Berücksichtigung. Die CDU-Fraktion wird daher die kommende Debatte um das Leitbild des Innenministers zur Kreisgebietsreform mit einer Informationskampagne begleiten, die die Bedeutung der jeweiligen Heimat der Brandenburger in den Mittelpunkt stellt und die Reformvorschläge aus diesem Blickwinkel kritisch hinterfragt. Bisher ist die Diskussion zur Kreisgebietsreform hauptsächlich aus der Sicht der Potsdamer Politik geführt worden. Es wird Zeit diese Debatte dort zu führen, wo die Reform die Lebenswelt der Menschen direkt beeinflussen wird.“
 

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