Foto: Christian Schwier/Fotolia
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10.09.2015

Bertelsmann-Studie „Inklusion in Deutschland“

Gordon Hoffmann: Bei Inklusion geht Qualität vor Quoten

Zur Studie der Bertelsmann-Stiftung „Inklusion in Deutschland“ erklärt der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann:

„Die Bertelsmann Studie konzentriert sich allein auf Zahlen und Quoten, vor allem auf den Anteil von Kindern mit Förderbedarf an den Regelschulen. Das sagt aber wenig über die Brandenburger Wirklichkeit aus. Entscheidend sind nicht Quoten, sondern das, was sich in den Klassen abspielt. Zur Qualität der inklusiven Beschulung schweigt die Bertelsmann-Studie leider völlig.
 
Gerade bei der Unterrichtsqualität hinkt Brandenburg meilenweit hinterher. Lehrer, Eltern und Schüler können ein Lied davon singen: Eigentlich sollten Inklusionsklassen nur 23 Schüler aufnehmen. Fast ein Drittel aller Inklusionsklassen an Grundschulen sind aber größer als diese Vorgabe. Bei weiterführenden Schulen sieht es oft noch schlechter aus. Zum Schuljahresbeginn sind viele Klassen noch einmal größer geworden, als sie eigentlich sein dürften.
 
Inklusion heißt in erster Linie individuelle Förderung aller Kinder. Wenn die Klassen aber überfüllt sind, dann ist Inklusion zum Scheitern verurteilt.“ 
 

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