11.12.2015

Bahnwerk Eberswalde

Zum heutigen Verkaufsangebot der Bahn an das Land Brandenburg äußerte sich der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion skeptisch:

„Dass die Bahn plötzlich anbietet, ihr Werk in Eberswalde für einen symbolischen Euro an das Land Brandenburg zu verkaufen, ist eine große Enttäuschung für alle Beteiligten in Eberswalde. Ein-Euro-Verkäufe kennt man normalerweise bei maroden Schlössern, die vor einer Nutzung mit hohem Aufwand saniert werden müssen. Das Verkaufsangebot für den Standort Eberswalde klingt daher unmoralisch und bietet Raum für Mutmaßungen über die eigentlichen Absichten der Bahn. 
 
Mit Schuldzuweisung und Spekulation ist jedoch den 350 Bahnwerkern in Eberswalde, die noch vor Weihnachten auf Klarheit und Perspektive gehofft hatten, nicht geholfen. Die Landesregierung steht nach bisher erfolglosen Verhandlungen nun umso mehr in der Pflicht, schnell eine verträgliche Lösung herbeizuführen. Dabei gilt es die wirtschaftlichen Risiken und die weitreichenden rechtlichen Konsequenzen, die sich mit einem solchen Kauf verbinden würden, aufs Genaueste zu prüfen. Wir haben daher eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses in der kommenden Woche beantragt, um im Parlament die konkreten Umstände des Verkaufsangebotes zu prüfen und eine Entscheidung zu diskutieren.“  
 

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