Foto: Contrastwerkstatt/Fotolia
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28.10.2016

Ländervergleich in Deutsch und Englisch

Leistungsvergleich kein Grund zur Selbstzufriedenheit

Im Auftrag der Kultusministerkonferenz hat das Institut für Schulqualität im Bildungswesen heute die Ergebnisse des Ländervergleichs 2015 in den Fächern Deutsch und Englisch vorgestellt. Getestet wurden dabei insbesondere die Kompetenzen Lesen, Zuhören und Rechtschreibung. Bereits 2009 wurde diese Untersuchung zum ersten Mal durchgeführt. Damals wurde Brandenburg ein verheerendes Zeugnis ausgestellt. In der aktuellen Studie fallen die Ergebnisse besser aus. Ein Grund sich Zurückzulehnen sei das noch nicht, meint CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann:

„Nach den katastrophalen Ergebnissen 2009 hat die Landesregierung sich endlich unserer Forderung nach mehr Verbindlichkeit angeschlossen. Es wurde ein Maßnahmenpaket vorgestellt in dem unter anderem ein verbindlicher Grundwortschatz für die Klassen 1-4 festgeschrieben wurde, ein verbindlicher Literaturkanon vorgeschrieben und mehr Wochenstunden für die Stärkung von Basiskompetenzen bereitgestellt. Diese Maßnahmen haben wir ausdrücklich begrüßt und es zeigt sich heute, dass damit eine Verbesserung erzielt werden konnte. 
 
Dies ist aber keine Grund zur Selbstzufriedenheit oder um sich auf den Ergebnissen auszuruhen. Gerade die Ergebnisse in Englisch zeigen noch immer enormen Nachholbedarf. Die Tatsache, dass sich der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und dem Leseverstehen im Fach Englisch verstärkt hat, ist ein Armutszeugnis für die rot-rote Landesregierung, die als eines der wichtigsten Ziele ihrer Bildungspolitik die Entkoppelung von sozialer Herkunft und schulischem Erfolg definiert hat. Letztlich gilt mein besonderer Dank auch den vielen Brandenburger Lehrerinnen und Lehrern. Schließlich sieht man an den Ergebnissen, dass sie trotz aller Widrigkeiten im Brandenburger Bildungssystem mit großem Engagement tolle Arbeit leisten. Daran sollte sich die Landesregierung ruhig mal ein Beispiel nehmen.“

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