24.05.2011

Keine neuen Schulexperimente!

Inklusion darf nicht als Alibi für die Einführung einer Einheitsschule benutzt werden

Vor einem „Supergau“ im Bildungssystem warnt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Gordon Hoffmann, sollte die rot-rote Landesregierung neben den Förderschulen nun auch die Gymnasien abschaffen wollen. Dies hat die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Gerrit Große, in einem am Montag erschienenen Interview im „Neuen Deutschland“ gefordert. Alle Kinder sollten in einer Einheitsschule „inklusiv“ unterrichtet werden, so Große.

Hoffmann wirft Große vor, das Konzept der Inklusion - eigentlich zur Integration von behinderten Menschen in Regelschulen gedacht - als Alibi für die Einführung einer Einheitsschule zu benutzen. „Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe“, erklärt Hoffmann.
 
„Die Abschaffung der Förderschulen und Gymnasien unter gleichzeitiger Einführung einer Einheitsschule und geplanten Kürzungen im Bildungsbereich von 27 Millionen Euro allein im Jahr 2012, würden das Schulsystem völlig überfordern. Die LINKE betreibt Ideologie mit der Brechstange und verunsichert damit die Eltern. Anstatt endlich über Bildungsinhalte und Absicherung des Unterrichts zu sprechen, beißen sich SPD und LINKE immer noch an der Umgestaltung der Strukturen fest.
 
Das Gymnasium ist und bleibt ein zentraler Bestandteil dieses Bildungssystems. Individuelle Förderung bedarf individueller Zuwendung - das kann die Einheitsschule nicht leisten. Um die Qualität der Bildung in Brandenburg zu verbessern, brauchen wir mehr Lehrer, bessere individuelle Förderung und endlich weniger Unterrichtsausfall. Was wir nicht brauchen ist ein neues Schulexperiment“, forderte Gordon Hoffmann.

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