16.06.2011

Kulturpolitische Sprechertagung in Potsdam beschließt Grundlagenpapier

Anja Heinrich: Landesregierung muss mehr für die kulturelle Bildung in Brandenburg tun

Auf Einladung der brandenburgischen CDU-Fraktion trafen sich die kulturpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen aller Bundesländer am vergangenen Donnerstag in Potsdam, um ein gemeinsames Grundlagenpapier „Zugänge eröffnen – kulturelle Bildung stärken. Kulturelle Bildungschancen für alle sichern die Zukunft unseres Landes“ zu beschließen.

Das Papier betont die Bedeutung von Kultur und Bildung für den sozialen und geistigen Zusammenhalt einer Gesellschaft und sieht in kultureller Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene „einen unverzichtbaren Bestandteil der Zukunftssicherung unseres Landes“.
 
Die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Anja Heinrich, sieht den Bedarf nach einer festen Verankerung von kultureller Bildung in Brandenburg vor allem an den Schulen. In der letzten Legislaturperiode wurde der erstmalig der Ist-Zustand der kulturellen Bildung in Brandenburg zusammengetragen. In dieser Legislaturperiode gibt es bislang keine Impulse die kulturelle Bildung weiter zu stärken. „Brandenburg braucht endlich ein Konzept für kulturelle Bildung, dass eine enge Verzahnung zwischen außerschulischen und schulischen kultureller Bildung forciert.“, so Heinrich.
 
Die Absicherung eines qualitativ hochwertigen Unterrichts in den musisch/ künstlerischen Fächern an den Grund- und weiterführenden Schulen muss gewährleistet werden. „Es kann nicht sein, dass Oberschüler nicht in jeder Klassenstufe mindestens eine Stunde Musik und Kunst hat.“ Außerdem muss darüber nachgedacht werden, wie verpflichtende Bausteine der musisch-künstlerischen Bildung in die Ausbildung für Erzieher und Grundschullehrer integriert werden können. „Die Gestaltung unseres Landes kann nicht nur über Strukturkürzungen gehen. Insgesamt ist der Kulturbereich dafür gänzlich ungeeignet, nicht einmal 1% des Landeshaushaltes werden für kulturelle Belange in Brandenburg eingesetzt“, so Heinrich.

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