26.08.2011

Zu den bekannt gewordenen Änderungen im Anflugverfahren auf den zukünftigen Flughafen Berlin-Schönefeld erklärt die Fraktionsvorsitzende der CDU, Dr. Saskia Ludwig:

Ludwig: Die permanente Intransparenz wird niemals zu einer Akzeptanz für den neuen Flughafens führen.

„Es ist schon ein erstaunliches Schauspiel, das uns geboten wird. Der Lärmschutzbeauftragte für den Flughafen Berlin-Schönefeld erfährt nur per Zufall von neuerlichen Planänderungen, die zu noch stärkeren Lärmbelastungen für die Brandenburger Bürger im Umland von Berlin führen.

Es hat mittlerweile System, dass die Instanzen, die darüber wachen sollen, dass eine Belastung für die Bürger im ertragbaren Rahmen bleibt, in der Planung für den Flughafen übergangen und ignoriert werden. Offensichtlich immer zum Vorteil Berlins und stets zum Nachteil Brandenburgs.
 
Ein Ministerpräsident dem das Wohl seines Landes und seiner Bürger wichtig wäre, würde solchem Treiben Einhalt gebieten. Ein Ministerpräsident, der dem Anliegen tausender betroffener Bürger Gehör schenken würde, wäre nicht zu übersehen, er würde sich einsetzen und für sein Land streiten.
 
Es ist jedoch erschreckend, wie Platzeck einfach tatenlos zusieht. Gerade das Herzstück der Brandenburger Wirtschaft, die Bevölkerungsreichste Region unseres Landes soll immer höhere Lasten durch den Flughafen tragen. Sprachlos akzeptiert Platzeck, dass nur Brandenburg nicht aber Berlin den Lärm von An-und Abflügen schultern soll. Die permanente Intransparenz des Planungsverfahrens wird niemals zu einer Akzeptanz für den neuen Flughafen führen.
 
Ich bin gespannt was Ministerpräsident Platzeck den Brandenburgern in den kommenden Jahren sagen will, da bis heute noch nicht bekannt ist, welche Lasten sie in Zukunft wirklich zu tragen haben."
 

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