23.09.2011

Rahmenbedingungen für inklusive Bildung

Hoffmann: Fachleute und Betroffene ernst nehmen

Die CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg hat Eltern, Lehrer, Schulträger und Behindertenverbände aus ganz Brandenburg nach Potsdam eingeladen. Diskutiert werden soll, wie die UN-Behindertenrechtskonvention im Sinne einer bestmöglichen Bildung für alle Kinder in Brandenburg umgesetzt wird.

Dies schließt ein Bildungssystem, das den individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Kinder gerecht wird, ein. In Workshops soll dafür mit allen Beteiligten ein Eckpunktepapier der CDU-Fraktion beraten werden.
 
Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gordon Hoffmann: „Es ist Aufgabe der Landespolitik die Rahmenbedingungen für inklusive Bildung zu definieren. Bislang hat die Landesregierung ihre Vorstellung von einem inklusiven Bildungssystem aber ausschließlich über die Schließung von Förderschulen definiert. Damit wurde Angst und Frustration bei vielen Lehrern, Eltern und Schülern erzeugt. Ein echtes Konzept ist nicht in Sicht, wäre aber dringend notwendig. Man kann sich nicht darauf beschränken die einseitige Schließung von Förderschulen zu verkünden, ohne zu wissen wie es dann weitergehen soll.“
 
Diese Einschätzung teilt auch Prof. Clemens Hillenbrand vom Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik an der Universität Oldenburg. Er wird als Referent an der Veranstaltung teilnehmen und sagt: „Inklusion erfordert, dass die Kinder mit Behinderung an der Regelschule die notwendige Förderung erhalten.“
 
Für den CDU-Bildungsexperten Gordon Hoffmann ist genau das der entscheidende Punkt. „Für eine inklusive Bildung in Brandenburg müssen die nötigen Voraussetzungen und Akzeptanz geschaffen und nicht ideologische Konzepte verfolgt werden. Das geht nur, wenn wir Fachleute und Betroffene in die Diskussion einbeziehen. Genau das werden wir tun, wenn wir gemeinsam mit den Betroffenen unsere Ideen und Vorschläge diskutieren.“

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