12.10.2011

Landesregierung beendet wochenlanges Rätselraten um Kormoranmanagement

Dombrowski begrüßt die Einigung innerhalb der Landesregierung zu einem deutschlandweiten Kormoranmanagement

Hierzu erklärt der agrarpolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, Dieter Dombrowski: „Seit Wochen wussten weder die brandenburgischen Fischer noch der Landtag, ob die Landesregierung nun ein regionales und damit auf Brandenburg beschränktes oder doch ein deutschlandweites Kormoran-Management unterstützt.
 Das Hick-Hack zwischen dem Fischerei- und Umweltministerium hat nun auf Drängen der CDU-Fraktion ein Ende. Endlich hat auch die Landesregierung erkannt, dass ein deutschlandweites Management sinnvoller ist. Wir brauchen in Zukunft sinnvolle Maßnahmen, die der Erwerbsfischerei und den brandenburgischen Teichwirtschaften nützen, die wirtschaftlichen Einbußen durch den Kormoran zu verringern, und andererseits Maßnahmen, die einen stabilen und artsichernden Bestand des Vogels garantieren. Beides muss ineinandergreifen; nicht nur regional, sondern deutschland- und europaweit“, so Dombrowski.
 
Das Umwelt- und Fischereiministerium waren sich in dieser Frage wochenlang uneinig, wie die Antworten aus den Ministerien erkennen ließen. Hatte Umweltministerin Anita Tack (DIE LINKE) noch im Juli geantwortet, „dass die regionalen Managementmaßnahmen Brandenburgs und einzelner anderer Bundesländer auf Dauer erfolgreicher sein dürften, als wenn diese Teil eines deutschlandweiten Kormoran-Managements wären“, war Minister Jörg Vogelsänger (SPD) anderer Auffassung. Er machte deutlich, dass ein landesinternes Management kaum Einfluss auf die Zahl durchziehender Kormorane hat und deshalb ein deutschland- und europaweit abgestimmtes Vorgehen erfolgreicher sein dürfte.
 
Auf Nachfrage der CDU-Fraktion an die Landesregierung überdachte insbesondere das Umweltministerium seine Auffassung. „Ich begrüße die Einigung und Klarstellung innerhalb der Landesregierung. Dieser Fall macht wiederholt deutlich, dass beide Ministerien aneinander vorbei statt in Abstimmung arbeiten. Das ist ineffizient und lässt Betroffene unnötig lang im Zweifel über politische Sachfragen“, so Dombrowski.

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