20.10.2011

BER-Aufsichtsratsmitglied Matthias Platzeck will von Plänen zur dritten Startbahn nichts gewusst haben

Genilke: Aufsichtsratsvorsitzender Wowereit führt Platzeck vor

Zu den Berichten, dass eine dritte Start- und Landebahn des Flughafens Berlin-Brandenburg geplant ist, erklärt Rainer Genilke, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg: „Ministerpräsident Platzeck sitzt neben seinem Parteigenossen Klaus Wowereit im Aufsichtsrat des neuen Flughafens BER. Noch vor wenigen Wochen erklärte Platzeck, dass seine Fantasie nicht ausreiche, um sich eine dritte Startbahn vorstellen zu können. 

Wieder einmal spielen die Brandenburger Aufsichtsratsmitglieder die Nichtwissenden und lassen sich vom Aufsichtsratsvorsitzenden öffentlich vorführen. Man hat schon wieder den Eindruck, dass das Aufsichtsratsmitglied Platzeck nicht mehr Herr des Verfahrens ist. Offensichtlich werden wichtige Themen zwischen den Beiden über die Presse kommuniziert, als diese im Aufsichtsrat zu diskutieren. Das ist nicht zu akzeptieren und schadet dem Unternehmen insgesamt. Damit spielen der Vorsitzende und sein Stellvertreter mit der Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen und nehmen einen weiteren Vertrauensverlust billigend in Kauf.“
 
Der Aufsichtsrat und die Landesregierung sollten sich besser verstärkt um die Umsetzung des Schallschutzes kümmern. Die bislang realisierten 428 Haushalte von insgesamt 25.500 stehen in keinem Verhältnis zum Eröffnungstermin des BER am 3. Juni 2012.
 
Für die CDU steht eine weitere Startbahn nicht zur Diskussion. Beschlossen sind 360.000 Flugbewegungen und 45 Mio. Passagiere im Jahr. Dies wurde immer für auskömmlich und zukunftsfest erachtet. 

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