10.11.2011

Zur Errichtung eines weiteren Solarparks in der Lieberoser Heide

Dombrowski: Solarpark schädigt positiven Ruf der Erneuerbaren Energien - Minister Vogelsänger sprachlos

Im Rahmen der heutigen Fragestunde erklärt der umwelt- und landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg: „Der derzeit diskutierte Bau einer 650 Hektar großen Photovoltaikanlage in der Lieberose Heide ist eine Ohrfeige für das schützenswerte Gut des Waldes und für jeden Förster in unserem Land. Die Walderhaltungspflicht nach dem Bundeswaldgesetz wird durch den Kahlschlag für die 900 Fußballfelder große Fläche ausgehebelt. 

Darüber hinaus ist die Rodung zu Gunsten der Errichtung eines großen Solarparks dazu geeignet den positiven Ruf der Erneuerbaren Energien nachhaltig zu schädigen. Die vorgeschobene Begründung, dass mit der Errichtung eines Solarparks auch Kosten für die Konversion des Truppenübungsplatzes Lieberose Heide erwirtschaftet werden sollen, steht auf sehr dünnem Eis. Minister Vogelsänger konnte auf Nachfrage weder den festgestellten Konversionsaufwand noch die Höhe der Kostenübernahme durch einen potentiellen Investor benennen“, so Dombrowski.
 
„Minister Vogelsänger hatte auch keine Erklärung für die einmütige Ablehnung des Projektes durch alle Umweltverbände, alle Fraktionen im Infrastruktur- und Agrarausschuss im Landtag oder für die Ablehnung aus dem Umweltministerium. Minister Vogelsänger sollte auf seine Fachbeamten im eigenen Hause hören und das Solarprojekt in dieser Größenordnung überdenken.“

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