09.12.2011

Forsa-Umfrage zum DDR-Bild der Brandenburger überrascht nicht

Dombrowski: Die Brandenburger sind versöhnlich mit ihrer Geschichte, verlangen aber Aufklärung

Es gibt keine Alternative zur Aufklärung über die SED-Diktatur in Brandenburg. Das ist das Fazit von Dieter Dombrowski, stellv. Vorsitzender der Enquetekommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, nachdem heute die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage zum DDR-Bild der Brandenburger präsentiert wurden. 

Dieter Dombrowski sagt:
 
„Die Umfrage zeigt, dass die Brandenburger die DDR im Rückblick milde sehen aber Aufklärung und Informationen einfordern. Fast die Hälfte der Bevölkerung kritisiert, dass an Schulen und Universitäten zu wenig über die SED-Diktatur informiert wird.
 
Die Versöhnlichkeit hat aber auch Grenzen: Mehr als zwei Drittel lehnen ehemalige Stasi-Mitarbeiter in Politik und öffentlicher Verwaltung ab. Das zeigt, dass die Brandenburger eine ganz klare Meinung dazu haben, wer öffentliche Funktionen in unserem Land übernehmen darf. Ministerpräsident Platzeck ist gewaltig auf dem Holzweg, stasibelastete Personen in Politik und Verwaltung in Verantwortung zu bringen. Die Unterzeichnung des Koalitionsvertrages durch zwei Stasi-Spitzel wird dadurch in ein neues Licht gerückt.
 
Die Botschaften der Studie sind für mich: Die Brandenburger leben gern in ihrem Land. Sie verlangen Aufklärung über die SED-Diktatur und lehnen stasibelastete Personen in Brandenburgs Politik und Verwaltung ab.“
 

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