21.12.2011

Finanzierung von Inklusion ist Mogelpackung

Hoffmann: Eine halbe Lehrstelle pro Schule kann Bedürfnissen betroffener Kinder und Eltern nicht gerecht werden

Nach den Plänen von Bildungsministerin Münch sollen mittelfristig alle Schulen Kinder mit Lern- und Sprachschwächen oder Behinderungen integrieren können. Dafür sollen 20 Millionen EUR ausgegeben werden. 

Gordon Hoffmann, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, sagt:
„Schein und Sein fallen beim rot-roten Prestigeprojekt Inklusion weit auseinander. Die 20 Millionen Mehrausgaben klingen zunächst viel, müssen aber auf die einzelne Schule in Brandenburg herunter gerechnet werden. Lediglich eine halbe Lehrerstelle zusätzlich soll pro Schule zur Verfügung gestellt werden, um sich pädagogisch um die Kinder mit Lernschwächen oder Behinderungen kümmern zu können. Damit können die Schulen in keiner Weise den Bedürfnissen der betroffenen Kindern und Eltern gerecht werden. Im Vergleich betreuen in Bayern zwei Lehrer eine einzelne Klasse in einer Inklusionsschule. Wir sehen, dass Inklusion für die letzte linke Landesregierung nur ein Lippenbekenntnis ist. Den Schulen wird Verantwortung aufgebürdet, danach werden sie mit den Problemen allein gelassen. Wir setzen uns für die Integration von Kindern mit Lernschwächen oder Behinderungen ein – die Qualität der Bildung und die Finanzierung müssen dafür ausreichend sein. Momentan ist die finanzielle Ausstattung von den Inklusionsschulen in Brandenburg leider nur eine Mogelpackung.“
 

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