03.02.2016

Richstein auf Informationsreise im Libanon

Barbara Richstein: Wir müssen uns stärker für die Bekämpfung von Fluchtursachen einsetzen

Die Migrationspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Barbara Richstein, begibt sich heute auf eine mehrtägige Informationsreise in den Libanon. Sie wolle sich vor Ort einen Eindruck über die Lage in dem Nachbarland Syriens verschaffen, dass seit Beginn des Bürgerkrieges vor fünf Jahren überproportional viele Flüchtlinge aufgenommen habe, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Im Libanon kommen auf vier Millionen Einwohner über eine Million syrische Flüchtlinge. Das ganze Land steht damit seit geraumer Zeit an einer deutlichen Belastungsgrenze.“

Die CDU-Politikerin wird während ihres Aufenthaltes Flüchtlingsunterkünfte und Registrierungsstellen besuchen und Gespräche mit Vertretern des UNHCR, Angehörigen der deutschen Botschaft und libanesischen Politikern führen. Es sei ihr wichtig von Experten vor Ort zu erfahren, wie die Weltgemeinschaft dem Libanon stärker als bisher bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise helfen könne, so Richstein. „Neben den Bemühungen, den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden, braucht es eine spürbar bessere Unterstützung für die Länder, die momentan die Hauptlast bei der Aufnahme der geflohenen Menschen tragen.“ 
 
Richstein begrüßte in diesem Zusammenhang die Entscheidung der CDU-geführten Bundesregierung, die Mittel zur Unterstützung für das UN-Flüchtlingswerk um weitere 500 Millionen Euro aufzustocken. Dies sei ein wichtiger Schritt, dem aber auch andere Länder folgen müssten, um Not und Elend in den Flüchtlingslagern zu bekämpfen, sagte die Falkenseerin. „Gerade in Europa müsste mittlerweile jedem klar sein, dass wir uns noch stärker für die Bekämpfung von Fluchtursachen einsetzen müssen. Wenn die Menschen, die vor Mord und Totschlag geflohen sind, in den regionalen Flüchtlingslagern nur noch auf Hunger und Elend stoßen, werden sie sich aufmachen, um in Europa Schutz zu suchen.“  
 

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