Foto: Christian Schwier/Fotolia
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10.02.2016

Verkürzung des Referendariats für Lehrer

Heute haben sich die wichtigsten Brandenburger Lehrerverbände an der Gesamtschule am Schilfhof in Potsdam getroffen und die bevorstehende Verkürzung des Referendariats für angehende Lehrer diskutiert. Derzeit dauert das Referendariat in der Regel noch 18 Monate. Ab 2019 aber soll es auf nur 12 Monate verkürzt werden. Der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann war beim Verbandstreffen und erklärte dazu: 

„Ich fordere die Landesregierung auf, das Referendariat nicht weiter zu kürzen, sondern bei 18 Monaten zu belassen. Bei der heutigen Sitzung der Verbände konnte ich mich davon überzeugen, dass das Referendariat in 12 Monaten auf einhellige Ablehnung bei allen Schulen stößt. Die Landesregierung darf die Stimmen aus der Praxis nicht einfach ignorieren. Die CDU war schon bei der ursprünglichen Gesetzesänderung gegen die Verkürzung. Die aktuellen Proteste werden wir zum Anlass nehmen, uns im Landtag noch einmal für ein längeres Referendariat einzusetzen.
 
Die Bildungsforschung sagt uns immer wieder, wie wichtig gute und erfahrene Lehrer für den Schulerfolg sind. Die Lehrerausbildung enthält aber leider schon jetzt zu viel Theorie. Viele angehende Lehrer klagen selbst über zu wenig Unterrichtserfahrung. Wir brauchen mehr Praxisbezug in der Lehrerausbildung. Ein Blitz-Referendariat wird nur der Unterrichtsqualität schaden.“ 
 

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