11.05.2012

Brandenburgs Ablehnung der Steuerentlastung im Bundesrat

Ludwig Burkardt: Kalte Progression ist nichts anderes als kalte Enteignung durch Inflation und Steuerprogression

Brandenburg hat heute im Bundesrat das Gesetz zum Abbau der Kalten Progression abgelehnt. Dazu sagt Ludwig Burkardt, Finanzexperte der Märkischen Unionsfraktion: „Mit seiner Ablehnung hat Finanzminister Markov gegen die Interessen der Geringverdiener, Arbeitnehmer und Selbständigen in Brandenburg gehandelt."

"Es ist unsozial und ungerecht, wenn der Staat bei der Einkommensteuer von der Inflation profitiert, während die Steuerzahler Reallohnverluste hinnehmen müssen. Kalte Progression ist nichts anderes als kalte Enteignung durch Inflation und Steuerprogression – und dafür hat Markov heute seine Hand gehoben.“
Hintergrundinformation:
Ein Durchschnittsverdiener in Brandenburg hat 2011 inflationsbereinigt 140 € mehr verdient. Infolge der steuerlichen Progression steigt die Lohnsteuerschuld um rund 170 € an. In der Konsequenz hat die „Kalte Progression“ den realen Lohnzuwachs aufgezehrt und einen Kaufkraftverlust bewirkt.
 

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