18.06.2020

Ingo Senftleben zur Umsetzung der Düngeverordnung

Landwirtschaft und Grundwasserschutz gleichermaßen gewährleisten.

Der Landtag debattiert heute einen Antrag der Koalitionsfraktionen, der sich mit der Umsetzung des im März verschärften bundesdeutschen Düngerechts auseinandersetzt. Im Kern des Antrages steht ein Maßnahmenbündel, mit dem auch in Zukunft der Anbau von Ackerkulturen in Brandenburg gesichert werden soll. Dazu sagt Ingo Senftleben, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg:

„Die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen und gesunden Nahrungsmitteln durch unsere Landwirte und Bauern ist systemrelevant und wichtig. Um auch in Zukunft, trotz der verschärften bundesdeutschen Düngeregeln, den Anbau wichtiger Ackerkulturen in Brandenburg zu sichern, soll die Landesregierung eine umfassende Düngestrategie für den Pflanzenbau in Brandenburg erarbeiten. Langfristig soll diese in eine brandenburgische Ackerbaustrategie überführt werden. Ziel ist, die landwirtschaftliche Produktion und den Grundwasserschutz gleichermaßen zu gewährleisten“, so Senftleben.

 Senftleben betont außerdem, dass der Schutz des Grundwassers vor überhöhten Stoffeinträgen aus der landwirtschaftlichen Düngung eine wichtige Aufgabe bleibt. Bislang sind lediglich 2,3 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Brandenburgs als sogenanntes „rotes Gebiet“ ausgewiesen. Bis Jahresende müssen die Länder diese Gebiete nach bundeseinheitlichen Kriterien und verursachergerecht neu bewerten und gegebenenfalls neu ausweisen. „Mit einem Online-Portal wollen wir für höchst mögliche Transparenz bei den Messstellen zur Ausweisung nitrat- und phosphatbelasteter Gebiete sorgen. Sollte es notwendig werden, muss auch das Messstellennetz in Brandenburg weiter optimiert werden. Außerdem brauchen Landwirte für den Aufbau zusätzlicher Lagerkapazitäten für Gülle finanzielle Unterstützung und schnelle Behördenentscheidungen durch vereinfachte Bau- und Genehmigungsverfahren“, so Senftleben.

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