06.01.2012

Jüdisch-Theologische Fakultät in Brandenburg muss jetzt zur Chefsache werden

Ludwig/Heinrich: Ministerpräsident Platzeck muss Machtwort sprechen und sich persönlich für Jüdisch-Theologische Fakultät einsetzen

Die Gründung der ersten Jüdisch-Theologischen Fakultät wird immer konkreter und der Erfolg immer wahrscheinlicher – nur nicht in Brandenburg. Dr. Saskia Ludwig, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, sagt: „Wenn die letzte linke Landesregierung weiter so behäbig agiert, wird die erste Jüdisch-Theologische Fakultät in Thüringen und nicht in Brandenburg gegründet."

" Was in Thüringen auf höchster Ebene innerhalb von kürzester Zeit entschieden wird, dümpelt in Brandenburg trotz Zusagen seit langer Zeit vor sich hin. Ministerpräsident Platzeck muss die Fakultätsgründung endlich zur Chefsache machen und ein Machtwort sprechen. Wir brauchen schnellstmöglich eine klare und verbindliche Aussage, auf die die Protagonisten – allen voran das Abraham-Geiger-Kolleg mit seiner Rabbiner-Ausbildung in Potsdam – vertrauen können, anstelle von halbherzigen Absichtsbekundungen. Die rot-roten Kürzungen im Bildungsbereich machen sich leider auch bei der Diskussion um die Jüdisch-Theologische Fakultät schmerzhaft bemerkbar."
Anja Heinrich, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, sagt dazu: "Die Finanzierung der Lehrstühle wurde für das Erste von Wissenschaftsministerin Kunst im Vornherein abgelehnt und nun mittlerweile an Voraussetzungen geknüpft. Vor diesem Hintergrund kann man ihre Motivation zur Unterstützung der Fakultätsgründung nicht ernst nehmen. Ministerpräsident Platzeck muss sich jetzt einschalten.
Für die Kultur- und Wissenschaftslandschaft Brandenburg wäre die Jüdisch-Theologische Fakultät eine willkommene Bereicherung der kulturellen Bildung und des Austauschs, sowie des respektvollen Umgangs verschiedener Religionen und Weltanschauungen. Diese Chance darf nicht verpasst werden.“
 

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