08.04.2020

Koalition sieht Brandenburg gegen Corona gut gewappnet

In der telefonischen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz (ASGIV) hat die Landesregierung heute Auskunft zu einem umfangreichen Fragenkatalog rund um die Corona-Pandemie gegeben. Die Eindämmungsverordnung zeigt Wirkung, die Verdopplungszeit für Neuinfektionen beträgt inzwischen rund neun Tage. Die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN befürworten beim weiteren Vorgehen nach dem 19. April eine enge Abstimmung mit den anderen Bundesländern und der Bundesregierung. Die in Aussicht gestellte Möglichkeit von Antikörpertests an drei Standorten in Brandenburg könnte die Bekämpfung der Corona-Pandemie deutlich voranbringen.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Björn Lüttmann erklärt:
„Die heutige Ausschussberatung hat deutlich gemacht, dass die Krankenhäuser im Land Brandenburg die und Versorgung der mit dem Corona-Virus infizierten Menschen gut bewältigen. Sie sind zudem auf die unterschiedlichsten Szenarien der kommenden Wochen vorbereitet. Dies ist ein gutes und wichtiges Signal. Zu begrüßen ist auch, dass in Brandenburg mit Hochdruck daran gearbeitet wird, den bestehenden Engpässen an Schutzkleidung und -masken entgegenzuwirken.“

Prof. Dr. Michael Schierack, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion:

„Dass in Brandenburg ab nächster Woche Antikörpertests möglich sein sollen, hilft dabei zu erkennen, wie viele Menschen bereits immunisiert sind. So kann eingeschätzt werden, wann es die Situation zulässt, dass wir mit Augenmaß das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder anfahren können. Wichtig ist zudem, dass wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gesundheits- und Pflegebranche mit der notwendigen Schutzausrüstung ausstatten können. Aus diesem Grund begrüße ich die von Innenminister Michael Stübgen angekündigte Task Force für Schutzkleidungsimporte.“

Carla Kniestedt, gesundheitspolitische Sprecherin von BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN:

„Mit Hilfe eines Antikörpertests können wir vor allem die Menschen entlasten, die dem Virus besonders ausgesetzt sind, z. B. in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Supermärkten. Sie könnten dann gefahrlos dort eingesetzt werden, wo ein direkter Kontakt mit infizierten Menschen quasi unvermeidbar ist. Außerdem erhalten wir so Aufschluss über den Stand der sogenannten „Herdenimmunität“.

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