10.11.2011

Zur Debatte eines sofortigen Gesundheitsmonitorings am BER

Wichmann: Gesundheitsmonitoring muss jetzt starten

Ein Gesundheitsmonitoring kann nützliche Erkenntnisse darüber liefern, welche langfristigen Auswirkungen Fluglärm auf die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Bürger hat. 

Die am Flughafen Frankfurt für 7,5 Millionen Euro geplante Lärmwirkungsstudie, bei der der BER als Vergleichsflughafen herangezogen wird, ist eine Möglichkeit, auch in Brandenburg die Auswirkungen des Fluglärms zu untersuchen.
 
Für Henryk Wichmann, Sprecher für Verbraucherschutz der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, ist das jedoch zu kurz gedacht:
 
„Für die späteren Ergebnisse der Frankfurter Lärmwirkungsstudie brauchen wir einen sofortigen Start des Monitorings. Andernfalls ist ein valider Vorher-Nachher-Vergleich am BER unmöglich. Ordentliche Ergebnisse können so nicht erwartet werden.
 
Die tatsächliche Lärm- und Gesundheitsbelastung der betroffenen Bürger wird durch das Gesundheitsmonitoring nur dokumentiert aber nicht behoben. Die Studie kann grundsätzlich nur langfristig dazu beitragen, die Auswirkungen von Fluglärm zu begegnen. Was wir jetzt vor allem brauchen, ist eine zeitnahe und korrekte Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen, die pünktlich zur BER-Eröffnung die Anwohner entlasten. Anfang August waren beispielsweise nur 428 von über 25.000 berechtigte Haushalte mit Schallschutzvorrichtungen versorgt. Wir fordern die Platzeck-Regierung auf, die schon bekannten Konsequenzen für die Gesundheit endlich wirksam einzudämmen. Hier wird eindeutig noch zu wenig von der Landesregierung unternommen.
 
Wenn die Schallschutzmaßnahmen nicht pünktlich zur Eröffnung des Flughafens umsetzt werden, müssen die Anwohner solange finanziell abgefunden werden, bis der Schallschutz endlich hinreichend gewährleistet ist. Wir fordern, dass die berechtigen Haushalte dafür mit einer Lärmprämie entschädigt werden.“

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