21.02.2019

Die Unfallstatistik bleibt für Brandenburg weiterhin negativ

Rainer Genilke: Tempolimit auf A 13 ist fragwürdig

Am Donnerstag wurde in Potsdam die Verkehrsunfallstatistik 2018 für das Land Brandenburg vorgestellt. Die Zahl der Unfalltoten verharrt mit über 140 auf einem deutlich zu hohen Niveau. 

Im Vergleich der Bundesländer ist Brandenburg erneut eines der Länder mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken. „Jeder Unfalltote ist einer zu viel. Deshalb ist es notwendig, mehr in die Verkehrssicherheitsarbeit zu investieren", sagt Rainer Genilke. "Der leichte Rückgang an Verkehrstoten im vergangenen Jahr ist leider noch keine Trendumkehr. Gerade die gestiegenen Unglückszahlen durch Alkohol- und Drogenvergehen bereiten uns Sorgen. Die Landesregierung ist bisher nicht auf dem Weg, die Zahl der Verkehrstoten spürbar zu senken.“

Genilke forderte zum wiederholten Male, mehr Verkehrskontrollen durchzuführen und gezielte Aufklärungsarbeit zu betreiben. Dafür brauche man zwar mehr Personal, der Effekt sei aber viel höher als lediglich Tempolimits zu verhängen. Insbesondere die angekündigte Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A13 bezeichnete Genilke als fragwürdig, da die Unfallzahlen gerade auf diesem Autobahnabschnitt rückläufig seien. „Das angekündigte Tempolimit scheint eher von symbolischem Charakter zu sein. Die Notwendigkeit konnte Ministerin Schneider jedenfalls nicht nachweisen. 84 Prozent der Verkehrstoten verunglücken in Brandenburg woanders als auf einer Autobahn. Die Politik sollte sich daher stärker auf die tatsächlichen Brennpunkte konzentrieren.“

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