09.10.2012

Nordbahn am BER

Dieter Dombrowski/Rainer Genilke: Zeitverzug nutzen und vorgezogene Sanierung der Nordbahn prüfen

Nach bisherigen Planungen wird der BER mit einer sanierungsbedürftigen Nordbahn im Jahr 2013 eröffnen. Nach Aussagen der Flughafengesellschaft ist geplant, die Sanierung dieser Bahn im Jahr 2017/18 bei laufendem Betrieb und entsprechend hohen Kosten durchzuführen.

Dazu sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, Dieter Dombrowski:
 
„Bei allen Anstrengungen den BER im Oktober 2013 zu eröffnen, darf die mittel- und langfristige Entwicklung des Flughafens nicht aus den Augen verloren werden. Brandenburg braucht einen wirtschaftlichen und funktionierenden Flughafen. Nach bisherigen Planungen, wird der BER bei seiner Eröffnung nicht nur von der Kapazität her voll ausgelastet sein, sondern soll auch mit einer sanierungsbedürftigen Nordbahn in Betrieb gehen.
 
Mit der abermaligen Eröffnungsverschiebung sollte nun die Chance ergriffen werden, zumindest zu prüfen, ob die Nordbahn nicht bereits vorzeitig saniert werden kann. Die geplante Sanierung ‚im Betrieb‘ ist die verkehrstechnisch ungünstigste und finanziell teuerste Variante. Sollte die Prüfung ergeben, dass eine vorzeitige Sanierung kostengünstiger ist, sollte damit sofort begonnen werden. Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des BER sollte Ministerpräsident Platzeck diese Rechnung in Betracht ziehen.“
 
Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Rainer Genilke ergänzt:
 
„Mit der bereits fertiggestellten neuen Südbahn besteht eine Ausweichmöglichkeit für den heutigen Flugbetrieb in Schönefeld, so dass die alte Nordbahn in einem Zug kosten- und zeitgünstig saniert werden könnte. Dadurch entfallen die hohen Kosten, die bei einer stückweisen Sanierung in den kurzen Nachtstunden am BER anfallen würden.
 
In Schönefeld sind heute lediglich 73.600 Flugbewegungen pro Jahr abzufertigen, während am BER in Zukunft bis zu 300.000 Flugbewegungen pro Jahr auf den beiden Start- und Landebahnen erwartet werden. Der Eingriff in den Betriebsablauf ist heute bei Weitem geringer als später unter voller Belastung.“
 

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