29.04.2015

Eisenhydroxid-Ablagerung in Brandenburger Gewässern

Dieter Dombrowski: Eisenhydroxid-Schlamm in tiefe Seen einzulagern, ist keine Lösung

Roswitha Schier: Die Sanierung der Alt-Tagebaue ist eine staatliche Aufgabe

Im Landtag wurde heute ein gemeinsamer Antrag von CDU und Grünen gegen die Ablagerung von Eisenhydroxid-Schlamm im Altdöberner See beraten. Der Umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dieter Dombrowski, lehnt eine Einlagerung in den See entschieden ab. Roswitha Schier, die regional zuständige CDU-Abgeordnete ärgerte sich besonders über das Verhalten der SPD, die im Landtag für die Schlammablagerung im See stimmte, obwohl sie vor Ort den Bürgern anderes versprochen hatte.
 
Dieter Dombrowski:
 
„Der sorglose Umgang mit den Folgen des Braunkohleabbaus in der ehemaligen DDR wird uns auch in den nächsten Jahrzehnten noch begleiten. Insbesondere unsere Fließgewässer sind durch Eisenhydroxid-Ablagerung belastet, die aufwendig entsorgt werden müssen. In Verantwortung steht hier die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft und mit ihr die Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie der Bund. Die aktuellen Pläne, den anfallenden Eisenhydroxid-Schlamm in tiefe Seen einzulagern, sind dabei keine Lösung und werden von uns abgelehnt.
 
Die Landesregierung ist gefordert, sich stattdessen für eine Deponierung des Schlamms einzusetzen und dafür zu sorgen, dass ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt und geeignete Standorte gefunden werden.“
 
Roswitha Schier:
 
„Die Sanierung der Alt-Tagebaue ist eine staatliche Aufgabe. Dazu gehört auch die Frage, wohin mit dem Eisenhydroxid-Schlamm. Sich hier einen schlanken Fuß zu machen und nur zu sagen, wir verklappen die anfallenden Schlämme in den Altdöberner See, ist zu wenig. Die Deponierung des Schlamms ist eine klare Alternative, auch wenn sie aufwendiger und teurer sein mag. Dies sollte uns unsere Umwelt und die Zukunft der Menschen vor Ort jedoch wert sein.
 
Wir unterstützen daher auch die Altdöberner Bürgerinitiative, die sich gegen die Ablagerung engagiert. Bei einem Treffen Ende März habe ich erfreut festgestellt, dass sich neben CDU und Grünen auch die SPD, namentlich vertreten durch den Abgeordneten Roick, gegen die Schlammablagerung im See ausspricht. Umso enttäuschender war es, heute im Landtag zu erleben, wie die SPD, inklusive des Abgeordneten Roick, für die Einleitung von Eisenhydroxid in den Altdöbener See gestimmt hat. Das ist ein weiteres bedauerliches Beispiel dafür, wie Brandenburger Sozialdemokraten das eine sagen, aber das andere tun.“
 

Nach oben