21.05.2015

Jahresbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

Raik Nowka: Crystal Meth wird nicht zu Unrecht als eine der gefährlichsten Drogen unserer Zeit bezeichnet

Aus dem heute vorgestellten Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung geht hervor, dass die Verbreitung von Crystal Meth weiter zunimmt. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Raik Nowka, sieht in dieser Droge auch für Brandenburg eine große Bedrohung: 

„Das kristalline Methamphetamin, kurz Crystal Meth, wird nicht zu Unrecht als eine der gefährlichsten Drogen unserer Zeit bezeichnet. Es macht extrem schnell abhängig, schädigt Gehirn und Nerven und führt zu Wahnvorstellungen. Zudem ist die Droge vergleichsweise billig, was auch ein Grund für den rasanten Anstieg des Methkonsums sein dürfte.
 
 Experten gehen davon aus, dass sich die Droge vom Süden Brandenburgs inzwischen auch auf weitere Regionen Brandenburgs ausgedehnt hat. Stichhaltige Daten zur Anzahl der Konsumenten sowie zum Verbreitungsgebiet der Droge in Brandenburg fehlen jedoch, da auch der jüngste Suchtbericht des Landes Brandenburg keinerlei Statistik zu Crystal Meth enthält. Die Staatsanwaltschaft Cottbus schätzt die Zahl der Konsumenten in Südbrandenburg im Jahr 2014 auf mehrere Zehntausend. Zudem soll die Droge inzwischen selbst in Brandenburg hergestellt werden, während sie bisher vornehmlich aus der Tschechischen Republik über Sachsen nach Brandenburg eingeführt wurde.
 
 Bislang fehlt jegliches Konzept gegen die Ausbreitung der Droge in Brandenburg und auch im Koalitionsvertrag von SPD und Linke werden weder Crystal Meth noch Drogen im Allgemeinen thematisiert. Die CDU-Fraktion sieht hier einen enormen Handlungsbedarf. Neben einer statistischen Erfassung des Methkonsums in Brandenburg und verstärkten polizeilichen Kontrollen im Grenzgebiet, sind ein Ausbau von Präventionsmaßnahmen und Suchtberatung unumgänglich.
 
 Das Land muss künftig verstärkt in Aufklärungskampagnen in Schulen und in sozialen Netzwerken investieren und für ausreichend Anlauf- und Beratungsstellen für Betroffene und deren Angehörige sorgen. Des Weiteren muss dringend in den Ausbau von Therapieplätzen investiert werden. Dass Methsüchtige teilweise bis zu einem halben Jahr auf einen freien Platz warten müssen, ist untragbar.“
 

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