16.12.2016

Brandenburg will Yeziden aufnehmen

Der Landtag Brandenburg hat sich am Freitag dafür ausgesprochen, aus humanitären Gründen Yezidinnen und Yeziden in Brandenburg aufzunehmen.

Der Menschenrechtsbeauftragte der CDU-Fraktion, Dieter Dombrowski und die innenpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis90/ Die Grünen, Ursula Nonnemacher, zeigten sich erfreut über die fraktionsübergreifende Bereitschaft, der vom IS terrorisierten Religionsgemeinschaft zu helfen. Dombrowski und Nonnemacher gaben darüber hinaus bekannt, das geistliche Oberhaupt der Yeziden, Baba Scheich, nach Brandenburg eingeladen zu haben, um mit ihm über konkrete Möglichkeiten der Hilfe zu sprechen.

Ursula Nonnemacher, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
 
„Die Frauen und Kinder, um die es hier geht, wurden Opfer des IS-Terrors. Sie haben Unmenschliches erlebt und harren nun in Lagern im Nordirak aus. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, ihnen weitere Not zu ersparen. Die Aufnahme von Schutzsuchenden über humanitäre Sonderkontingente als Instrument neben dem individuellen Grundrecht auf Asyl erspart den Betroffenen lebensgefährliche Fluchtrouten, Ausbeutung und horrende Geldzahlungen an Schlepper. Baden-Württemberg ist mit seinem Sonderkontingent vorbildlich vorangegangen. Ich freue mich, dass wir mit dem heutigen einstimmigen Landtagsbeschluss Grundlagen für ein weiteres Kontingent schaffen konnten.“ 
 
Dieter Dombrowski, CDU:
 
„Mord, Vergewaltigung und Versklavung - viele Yeziden haben unter dem Terrorregime des IS schreckliches Leid erfahren. Die Abgeordneten im Landtag Brandenburg haben heute eindrucksvoll gezeigt, dass sie diesem Völkermord nicht tatenlos zusehen wollen. Auch wenn wir nicht allen Yeziden helfen können, wollen wir wenigstens so viele vor dem Terror des IS retten, wie es uns als Bundesland möglich ist. Ich freue mich, dass Baba Scheich unserer Einladung folgen und Brandenburg im kommenden März besuchen wird. Mit ihm werden wir darüber reden, wie Brandenburg konkret und schnell helfen kann.“   

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