23.06.2011

Aktuelle Stunde „Schulfrieden und Bildungsqualität in Brandenburg“

In der heutigen Aktuellen Stunde des Landtags Brandenburg bescheinigte die CDU-Fraktionsvorsitzende, Saskia Ludwig, der Bildungspolitik der Platzeck-Regierung einen kompletten Irrweg. Sie bezog sich dabei auf die Antworten des Bildungsministeriums auf die Kleine Anfrage 1228 der CDU: „Die Bildung unserer Kinder ist das Kernthema für die Zukunft unseres Landes. Doch unter der Regie der Landesregierung wird stattdessen das ideologische Projekt Einheitsschule verfolgt.

Rot-Rot verklärt dieses Projekt „Alle in einen Topf“ mit seligen Worten. Dabei wird ignoriert, dass Kinder unterschiedliche Begabungen haben und individuelle Förderung brauchen.
 
Die Umsetzung der Inklusion begründet die Regierung mit der UN-Konvention. Wie diese Konvention umgesetzt werden kann, sieht man in Bayern. Dort wird es auch zukünftig Förderschulen geben. Auch bedient sich Rot-Rot angeblicher Vorbilder wie Finnland, Kanada und Italien. Doch keines dieser Länder ist beispielgebend für Brandenburg. Finnland hat 139 Förderschulen, in Kanada haben freie Schulen bessere Ergebnisse als staatliche Schulen. Und Italien liegt in den Pisa-Studien weit hinter Deutschland.
 
Die Platzeck-Regierung hat eine Idee, aber keine Strategie für gute Bildung.“ Zur eiligen, gestrigen Verkündung des Bildungsministeriums, für das kommende Schuljahr 100 zusätzliche Lehrer einzustellen, bemerkt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gordon Hoffmann, deshalb: „Entgegen der Ankündigung wird es sogar weniger Lehrer geben. Es werden im kommenden Schuljahr mehr Lehrer ausscheiden als eingestellt werden.“
 
Hoffmann kritisiert die Konzeptionslosigkeit der rot-roten Inklusion: Die Inklusion in Brandenburg ist nicht durchdacht und nicht durchgerechnet! Wer kein Konzept hat, kann auch nicht sagen, was es kostet und woher das Geld kommen soll. Das ist unseriös und verantwortungslos.“ Erst im Herbst soll an einem Runden Tisch mit Experten über die Erfordernisse diskutiert werden. Nach Hoffmanns Auffassung werde hier der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Deshalb warnt Gordon Hoffmann: „Frau Münch ist als bildungspolitische Geisterfahrerin unterwegs und muss gestoppt werden, bevor jemand zu Schaden kommt.“

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