30.06.2020

Frank Bommert: „Wasserstoff muss zur Zukunftstechnologie der Industrie werden.“

Düsseldorfer Erklärung der wirtschaftspolitischen Sprecher der Unionsfraktion „Klimaneutraler Wasserstoff: Energieträger der Zukunft“

Auf ihrer gemeinsamen Tagung in Düsseldorf verständigten sich die wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU- und CSU-Fraktionen der Länder und des Bundes auf ein Positionspapier, das die Bedeutung einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft für eine dekarbonisierte Zukunft hervorhebt. Der mittelstandspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, Frank Bommert, betont neben der industriepolitischen Bedeutung eines erfolgreichen Markthochlaufes von Wasserstoff vor allem die Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen:

„Die Industrie braucht Investitionssicherheit. Deshalb ist es wichtig, dass mit Wasserstoff hergestellte Produkte in die CO2-Bilanz der Unternehmen einfließen, die diese Produkte nutzen. Dies kann nur durch einen technologieoffenen Markthochlauf gewährleistet werden. Klar ist: einzig durch den Aufbau einer langfristig klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft können Brandenburg, Deutschland und die EU ihre ambitionierten Klimaschutziele erfüllen. Die von den ostdeutschen Kohleländern in der vergangenen Woche vorgestellten Eckpunkte zur Entwicklung einer regionalen Wasserstoffwirtschaft sind vor diesem Hintergrund ein starkes Signal in die Region und für unser Land.“

Im Anschluss besuchten die Sprecher das Stahlwerk von ThyssenKrupp in Duisburg, wo seit 2019 in einem Pilotversuch Stahl mit Hilfe von Wasserstoff produziert wird. Hierzu ergänzt Frank Bommert:

„Es ist so beeindruckend wie notwendig, dass sich ein großes Industrieunternehmen wie ThyssenKrupp das Ziel setzt, seine Prozesse bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Am größten Stahlproduktionsstandort Europas in Duisburg startete ThyssenKrupp im letzten Jahr die Stahlherstellung mit Hilfe von Wasserstoff. Zeitgleich investiert das Unternehmen gemeinsam mit zahlreichen Partnern in die Forschung zur Nutzung von anfallendem CO2 („Carbon Capture Usage“, CCU). Mit diesem Zweischritt ist das Familienunternehmen Vorbild für die Wirtschafts- und Industriepolitik, die nun nachziehen muss. Ich bin froh, dass wir in Deutschland diesen Innovationsgeist beheimaten.“

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