24.04.2017

Ulrike Poppe scheidet vorzeitig aus dem Amt

Ingo Senftleben: Brandenburg ist Ulrike Poppe zu großem Dank verpflichtet

Am Montag kündigte die Beauftragte des Landes zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe, aus gesundheitlichen Gründen an, früher als geplant aus dem Amt scheiden zu wollen. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Ingo Senftleben, dankte Poppe für ihre aufopferungsvolle Arbeit und betonte ihre Verdienste um die lange vernachlässigte Aufarbeitung in Brandenburg. „Es hatte lange gedauert, bis sich die CDU 2009 in Brandenburg mit ihrer Forderung nach einer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung durchsetzen konnte. Ulrike Poppe konnte dieser Funktion mit viel Leidenschaft und Engagement zu einer Bedeutung verhelfen, die auch weit über die Landesgrenzen hinweg Wahrnehmung gefunden hat. Wir bedauern daher sehr, dass Frau Poppe vorzeitig aus dem Amt scheiden wird, Brandenburg ist ihr zu großem Dank verpflichtet.“

Poppe habe bei der Ausführung ihres Amtes stets ein ausgewogenes Fingerspitzengefühl bewiesen, so Senftleben. Gerade als ehemalige Bürgerrechtlerin, die persönlich unter der Verfolgung durch die Stasi leiden musste, habe Poppe mit ihrer Art der Aufarbeitung beispielgebend gewirkt. „Für Ulrike Poppe standen stets die Belange der Opfer der kommunistischen Diktatur und nicht die Rechenschaft der Täter im Mittelpunkt. Tausenden persönlichen Schicksalen hat sie ihre Aufmerksamkeit gewidmet und dabei manch erlittenes Leid lindern können. Wir wünschen Ulrike Poppe alles Gute und hoffen, dass sie auch in Zukunft ihre Stimme zu politischen Fragen erhebt.“ 
 
Als Nachfolgerin im Amt, hatte Poppe selbst die Lausitzerin und ehemalige Bürgerrechtlerin Maria Nooke vorgeschlagen. Senftleben kündigte an, dass sich die CDU-Fraktion mit diesem Vorschlag und dem weiteren Verfahren zur Nachfolge von Frau Poppe auf der kommenden Fraktionssitzung am Dienstag befassen werde.
  

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