23.11.2017

Bericht offenbart schwere Mängel am BER

Rainer Genilke: TÜV-Bericht torpediert die Glaubwürdigkeit der Flughafenbosse


Laut Berichterstattung des Tagesspiegels bescheinigt ein Prüfbericht des TÜV Rheinland dem Flughafen BER schwerwiegende Mängel im geprüften Mainpier Nord des Terminals. Die geplante Prüfung des Mainpier Süd wurde sogar abgesagt. Laut Einschätzung der Prüfer seien wesentliche Teile des Terminals nicht ordnungsgemäß beschaffen und für den Betrieb nicht zulässig. Die Behebung dieser Mängel werde zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen, wodurch eine Eröffnung des Flughafens 2019 oder 2020 laut Tagesspiegel kaum mehr vorstellbar sei.


Der infrastrukturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Rainer Genilke, reagierte empört auf diese Informationen. Erst vor drei Tagen hatte der Flughafenausschuss in Potsdam getagt, den TÜV-Bericht habe die Flughafenführung jedoch verschwiegen. „Wenn die Geschäftsführung es schon nicht schafft den Flughafen endlich fertig zu kriegen, dann muss sie wenigstens für einen ehrlichen Umgang mit der Öffentlichkeit sorgen. Es kann nicht sein, das wir im Landtag blumige Vorträge zum Fortschritt am Flughafen hören und in Wirklichkeit haben die Sachverständigen Anfang November gravierende Mängel festgestellt. Die Glaubwürdigkeit der Flughafenbosse halte ich für schwer beschädigt.“ Genilke sagte, er bestehe auf eine umgehende Veröffentlichung des TÜV-Berichtes und habe die Vorsitzende des Flughafenausschusses, Jutta Lieske (SPD), aufgefordert, sich darum zu kümmern. „Wir wollen am 4. Dezember die Baustelle besichtigen. Das können wir uns aber sparen, wenn wir vorher nicht wissen, was alles vom TÜV beanstandet wurde.“ Die Ankündigung des Flughafengeschäftsführers Lütke Daldrup, am 15. Dezember einen Eröffnungstermin bekanntgeben zu wollen, sei laut Genilke kaum noch ernst zu nehmen. „Der TÜV-Bericht offenbart, dass am Flughafen niemand seriös abschätzen kann, wann eine Eröffnung möglich ist. Vielleicht sollte der Geschäftsführer das lieber einräumen, Märchenstunden zu Eröffnungsterminen gab es in den letzten 2000 Tagen schließlich schon genug.“

ZUSATZINFORMATIONEN
Nach oben