21.12.2017

AWO kritisiert Nachtragshaushalt

Roswitha Schier: SPD und Linke fahren Pflege an die Wand


Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat die Landesregierung und insbesondere die für Pflege zuständige Ministerin Diana Golze scharf kritisiert. Dass aus dem Nachtragshaushalt in Höhe von knapp 500 Millionen Euro, kein Cent in den Bereich der Pflege gehe, sei Beleg dafür, dass für die Pflege in Brandenburg zu wenig getan werde. „Die Landesregierung zeigt mit dem Finger auf den Bund, dabei gäbe es diverse Möglichkeiten die Pflege auch über Maßnahmen des Landes zu stärken“, betonte Roswitha Schier, Sprecherin für Pflege in der CDU-Fraktion.


Wer Familienangehörige zur Pflege in gute Hände abgibt, müsse sich auch an den Kosten beteiligen. Das Land könne aber durch eine finanzielle Beteiligung an den Heimkosten (Pflegewohngeld) oder über die Finanzierung der Ausbildung die Heimplatzkosten reduzieren und somit gleichzeitig Verbesserungen beim Personal erwirken und Angehörige entlasten. „Mich ärgert, dass alle ihrer Verantwortung nachkommen – Familienangehörige, die Fachkräfte und die Träger der Pflegeeinrichtungen – nur die Landesregierung nicht. Wir fordern die Landesregierung auf, sich stärker an den Kosten der Pflege zu beteiligen“, sagte Roswitha Schier. Bis heute gebe es ebenfalls keine Pflegekammer, die die CDU-Fraktion bereits im April 2015 als Interessensvertretung gefordert hatte. Dabei spitze sich Situation in der Pflege zu, es gebe immer mehr Menschen mit Pflegebedarf und immer weniger Personen entschieden sich für einen Pflegeberuf. Aus diesem Grund sei der neue Tarifabschluss der AWO ein Erfolg, um die Attraktivität des Berufs zu steigern und das Personal auch zu wertschätzen, so Roswitha Schier.

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