20.07.2017

Akteneinsicht zum Mathematik-Abitur 2017

Gordon Hoffmann: Abitur-Chaos war hausgemacht

Der Bildungsexperte der CDU-Fraktion Gordon Hoffmann hat heute Akteneinsicht genommen in die Vorgänge rund um die Entwicklung der Aufgaben des diesjährigen Mathematik-Abiturs. 2.600 Brandenburger Schüler hatten das Mathematik-Abitur noch einmal schreiben müssen, weil der Stoff an ihrer Schule nicht unterrichtet wurde. 

Nach der Akteneinsicht gibt sich Gordon Hoffmann schockiert über die Qualitätssicherung der Aufgabenentwicklung. Theoretisch sollen die Abituraufgaben in drei Kontrollrunden von Lehrern getestet werden (wovon eine lediglich redaktioneller Natur ist). Im Falle der „Eisbecher“-Aufgabe, die im diesjährigen Mathematik-Abitur zu großen Schwierigkeiten geführt hat, gab es laut Hoffmann massive Mängel. 
 
Hoffmann erklärt dazu: „Die erste Kontrollrunde hat offenbar überhaupt nicht stattgefunden. Jedenfalls gibt es dazu keine Akten – aus Gründen, die mir keiner plausibel erklären kann. Bei der zweiten Kontrollrunde haben alle beteiligten Lehrer Bedenken gegen die Aufgaben erhoben. In ihren Hinweisen findet sich die klare Warnung, dass die Aufgabe ‚unterrichtsfern‘ und sogar ‚für das Brandenburger Abitur ungeeignet‘ sei. Diese Warnungen haben die Verantwortlichen offenbar in den Wind geschlagen.“ 
 
Nachdem die Probleme beim Mathematik-Abitur bekannt wurden, hatte Minister Baaske im info Radio (am 12. Mai 2017) noch erklärt, dass es drei Kontrollrunde gegeben hätte, in denen die Lehrer die Aufgaben für „in Ordnung“ gehalten hätten. Hoffmann kommentiert: „Es ist eine Frechheit, dass der Minister die Bedenken kleinreden wollte, wenn sich in Wahrheit alle externen Kontrolleure gegen die Aufgaben ausgesprochen haben.“ 
 
Aus Hoffmans Sicht handelt es sich dabei um ein Organisationsversagen bei der Aufgabenentwicklung. Er schlussfolgert: „Die Zuständigen haben die Alarmsignale überhört. Das Chaos beim Mathe-Abitur wäre nicht nur vermeidbar gewesen. Das ganze Mathe-Abitur war eine Katastrophe mit Ansage. In Zukunft muss die Aufgabenentwicklung dringend besser kontrolliert werden.“ 
 
Im Auftrag des Bildungsministeriums hatten zwei Professoren der Universität Potsdam ein Gutachten zum Abitur 2017 in Brandenburg erstellt. Hierzu bemerkt Hoffmann: „Ich frage mich mittlerweile, ob den Professoren alle Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden. Anders kann ich mir nicht erklären, warum das Gutachten verschweigt, dass die erste Kontrollrunde überhaupt nicht stattgefunden hat.“ 
 
Hoffmann erklärt dazu: „Die erste Kontrollrunde hat offenbar überhaupt nicht stattgefunden. Jedenfalls gibt es dazu keine Akten – aus Gründen, die mir keiner plausibel erklären kann. Bei der zweiten Kontrollrunde haben alle beteiligten Lehrer Bedenken gegen die Aufgaben erhoben. In ihren Hinweisen findet sich die klare Warnung, dass die Aufgabe ‚unterrichtsfern‘ und sogar ‚für das Brandenburger Abitur ungeeignet‘ sei. Diese Warnungen haben die Verantwortlichen offenbar in den Wind geschlagen.“ 
 
Nachdem die Probleme beim Mathematik-Abitur bekannt wurden, hatte Minister Baaske im info Radio (am 12. Mai 2017) noch erklärt, dass es drei Kontrollrunde gegeben hätte, in denen die Lehrer die Aufgaben für „in Ordnung“ gehalten hätten. Hoffmann kommentiert: „Es ist eine Frechheit, dass der Minister die Bedenken kleinreden wollte, wenn sich in Wahrheit alle externen Kontrolleure gegen die Aufgaben ausgesprochen haben.“ 
 
Aus Hoffmans Sicht handelt es sich dabei um ein Organisationsversagen bei der Aufgabenentwicklung. Er schlussfolgert: „Die Zuständigen haben die Alarmsignale überhört. Das Chaos beim Mathe-Abitur wäre nicht nur vermeidbar gewesen. Das ganze Mathe-Abitur war eine Katastrophe mit Ansage. In Zukunft muss die Aufgabenentwicklung dringend besser kontrolliert werden.“ 
 
Im Auftrag des Bildungsministeriums hatten zwei Professoren der Universität Potsdam ein Gutachten zum Abitur 2017 in Brandenburg erstellt. Hierzu bemerkt Hoffmann: „Ich frage mich mittlerweile, ob den Professoren alle Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden. Anders kann ich mir nicht erklären, warum das Gutachten verschweigt, dass die erste Kontrollrunde überhaupt nicht stattgefunden hat.“

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