01.06.2017

Gutachten zur Abi-Panne

Gordon Hoffmann: Systematisches Versagen ist unübersehbar

Minister Baaske hat heute Vormittag in einer Pressekonferenz das Gutachten der Professoren Borowski und Kortenkamp vorgestellt, in dem die Unregelmäßigkeiten beim diesjährigen Mathematik-Abitur untersucht werden. Auf dieser Grundlage hat der Minister erklärt, er könne keine systematischen Fehler erkennen. Vielmehr handele es sich um Missverständnisse. 

Dazu erklärt der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann: „Insgesamt sind 113 von 136 Schulen betroffen. 42 Prozent aller Abiturienten schreiben die Prüfung nach. Aus dem Gutachten geht außerdem klar hervor, dass 30 Prozent der Schulen nicht an verpflichtenden Fortbildungen teilgenommen haben. Ich glaube, das einzige Missverständnis ist, dass der Minister immer noch kein systematisches Versagen erkennen kann.“
 
Das Gutachten der Universität Potsdam weist an etlichen Stellen Verbesserungsbedarf aus. So müssten die Lehrpläne künftig ergänzt und konkretisiert werden. Gordon Hoffmann kritisiert: „Das bedeutet im Klartext, dass die Lehrpläne zur Zeit ganz einfach zu schwammig sind. Die Schuld jetzt einzig und allein den Lehrern in die Schuhe schieben zu wollen ist unwürdig. Die Anschuldigungen des Ministers gegenüber der Lehrerschaft, richten sich letztlich auch gegen ihn selbst. Schließlich verantwortet er auch die Schulaufsicht.“ 
 

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